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Zertifikat auf den Solactive Global Family Owned Companies Index: Stark in der Krise - Zertifikateanalyse 28.07.2022
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe ein Zertifikat (ISIN DE000UBS1FA8/ WKN UBS1FA) der UBS auf den Solactive Global Family Owned Companies Index (ISIN DE000SLA1AZ8/ WKN SLA1AZ) vor.
Wissenschaftliche Analysen würden zeigen, dass Aktien von Unternehmen, an denen die Gründer auch im wesentlichen Maße beteiligt seien, langfristig eine bessere Kursentwicklung aufzeigen würden als der Durchschnitt. Die Gründe lägen auf der Hand: Erfolgreiche gründergeführte Firmen würden von den brillanten und leidenschaftlichen Führungsqualitäten ihrer Lenker profitieren. Denn diese würden ihre Arbeit der kontinuierlichen Innovation in ihrem Sektor und Geschäftsfeld widmen, um sich so langfristig abheben zu können. Damit würden sie sich grundlegend von den oftmals kurzsichtigen Entscheidungen angestellter Firmenchefs unterscheiden, die quartalsweise schnelle Profite präsentieren müssten.
Diese Ergebnisse hätten sich in der jüngsten Krise bestätigt. Dazu hätten Markus Eckey und Sebastian Memmel von der Deutschen Bank die Performance börsennotierter Familienunternehmen in der Coronakrise analysiert. Zwar seien auch die Kurse von Unternehmen mit einer Familie als Ankeraktionär in der ersten Phase der Coronakrise eingebrochen - um 23,7 Prozent. Doch Konzerne ohne Familienaktionär hätten einen noch größeren Kursrückgang von 30,7 Prozent verzeichnet. Zudem hätten die Kurse von Familienunternehmen bereits drei Wochen früher wieder auf dem Vor-Corona-Niveau gelegen. Über das erste Corona-Jahr 2020 hätten die Kurse der Familienunternehmen um 20,7 Prozent zugelegt. Andere börsennotierte Unternehmen hätten in diesem Zeitraum nur ein Kurswachstum von 2,5 Prozent geschafft.
Basis der Untersuchung seien alle an der Frankfurter Börse gelisteten Unternehmen mit Ausnahme von Immobilien- und Finanzwerten gewesen. Von den 299 Firmen hätten 38 Prozent einen Familienaktionär mit mindestens 25 Prozent Aktienanteil oder zumindest einem Mitglied der Gründerfamilie im Topmanagement, Aufsichtsrat oder Beirat gehabt. Für die höhere Widerstandsfähigkeit in Krisen hätten die Studienautoren drei grundsätzliche Faktoren ausgemacht: Die emotionale Verankerung von Familien oder Gründern, die flexiblere Unternehmensorganisation und die finanzielle Stabilität.
Die deutlich bessere Performance von börsennotierten Familienunternehmen könnten sich Anleger beispielsweise mit dem Zertifikat auf den Solactive Global Family Owned Companies Index von der UBS zunutze machen. Als Basis für das Aktienuniversum diene der Global Family Business Index, den die Universität St. Gallen zusammen mit der Beratungsgesellschaft EY veröffentliche und die 500 umsatzstärksten Familienunternehmen der Welt umfasse. Daraus würden die 50 Aktien mit der geringsten historischen Volatilität in den vergangenen zwölf Monaten ausgewählt. Das Barometer werde quartalsweise neu gewichtet. Die Gebühr betrage 0,75 Prozent p.a., Dividenden würden reinvestiert. (Ausgabe 29/2022) (28.07.2022/zc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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