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Datum/Zeit |
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7,35 € |
+0,23 € |
+3,19 % |
03.02/18:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006231004 |
623100 |
- € |
- € |
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Infineon schrumpft sich profitabel 07.09.2010
DaxVestor
Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "DaxVestor" raten in der aktuellen Kursschwäche in der Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) eine Position aufzubauen.
Sei in den letzten Jahren die Sprache auf Infineon gekommen, sei die Diskussion meist negativ geprägt gewesen. Der Aktienkurs sei ins Bodenlose gefallen, ein negatives Jahresergebnis habe sich an das andere gereiht. Die Speicherchipsparte Quimonda habe nicht einmal für lau einen Käufer gefunden, sei abgespalten worden und befinde sich inzwischen in Insolvenz. In der Handychipsparte habe es ebenfalls große Probleme gegeben, als sich mit BenQ der wichtigste Kunde 2006 verabschiedet habe und auch personell habe es mehr als genug Querelen gegeben.
Umso verwunderter müsse man sich nun die Augen reiben angesichts der positiven Entwicklung, die Infineon unter Vorstandschef Peter Bauer genommen habe. Aufgrund eines starken Produktportfolios bei den Handychips hätten zahlreiche neue Kunden gewonnen werden können, darunter ausnahmslos auch die Platzhirsche der Handyindustrie. Dennoch habe die Handychipsparte aufgrund des harten Wettbewerbs nur unterdurchschnittliche Margen geliefert. Daher sei der Verkauf an Intel (ISIN US4581401001 / WKN 855681) nur konsequent, einzig der erzielte Kaufpreis von 1,1 Mrd. Euro in bar habe an der Börse für Enttäuschung gesorgt. Strategisch sei der Verkauf jedoch richtig, da sich das Unternehmen nun auf die profitableren beiden verbleibenden Bereiche Automobil/Industriekunden sowie Sicherheitschips konzentrieren könne.
Angesichts der hohen Nettoliquidität im Unternehmen seien die Aussichten gut wie lange nicht mehr. So seien kleinere Zukäufe in den Kernbereichen denkbar, ebenso wie die erstmalige Zahlung einer Dividende. Die Nettoliquidität könnte Schätzungen zufolge bis Ende des Geschäftsjahres 2010/11 auf rund 2,50 Euro pro Aktie ansteigen. Diese Aussichten dürften sich kursstabilisierend auswirken. Im aktuellen Geschäftsjahr (per 30.09.) werde Infineon aller Voraussicht nach einen Jahresüberschuss von rund 400 Mio. Euro erwirtschaften. Die Analysten seien sich weitgehend einig, dass es sich hierbei nicht um eine Eintagsfliege handeln werde.
Sogar eine gewisse Übernahmefantasie scheine vorhanden, denn mit einer Marktkapitalisierung von gerade mal fünf Mrd. Euro sei der Chiphersteller nicht gerade astronomisch hoch bewertet angesichts der sich gerade einstellenden Profitabilität. Ein nicht wegzudiskutierendes Risiko sei ein erneuter Rückfall der Weltkonjunktur in die Rezession. Dabei komme Infineon derzeit die Kundenstruktur zugute. Rund 50 Prozent des Umsatzes würden in Asien erzielt, nur 13 Prozent in den schwächelnden USA.
Infineon könne nach dem Verkauf der Handysparte aus dem Vollen schöpfen.
In der aktuellen Kursschwäche kann daher eine Position in der Infineon-Aktie aufgebaut werden, so die Experten vom "DaxVestor". (Analyse vom 07.09.2010) (07.09.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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