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Baumwollpreis Situation änderte sich schlagartig


27.01.2012
Rohstoff-Report

München (aktiencheck.de AG) - Die Baumwolle pendelte jahrelang zwischen 40 und 85 US-Cents hin und her - oder um genauer zu sein: fünf Jahrzehnte lang, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Rohstoff-Report".

Lange Zeit habe die Spanne als verlässliche Größe gegolten. An ihr hätten sich die Produzenten und Abnehmer orientieren können, da sie wenn dann nur für kurze Zeit und nur um wenige Cents über- oder unterschritten worden sei. Die Situation habe sich schlagartig im vergangenen Jahr geändert, als der Preis bis auf 220 US-Cents nach oben geschnellt sei. Dann sei die Korrektur gekommen, die bis zum 14. Dezember angehalten habe und den Preis bis auf 84,35 US-Cents habe fallen lassen.

Jetzt werde für technische Analysten eines ganz klar: Das sei eine äußerst interessante Bewegung. Eine mehrere Jahrzehnte gültige Handelsspanne sei dynamisch nach oben verlassen worden und der Preis sei anschließend zu der oberen Begrenzung dieser Handelsspanne zurückgekehrt. Nun steige er wieder. Seit dem Dezembertief stehe schon wieder ein Kursplus von 15% auf den Kurszetteln. Im Fachjargon der Charttechniker spreche man hier von einem "erfolgreichen Retest". Bei einem solchen könnten ehemalige Widerstände zu neuen Unterstützungen werden.


Das würde bedeuten: Die Preise von Baumwolle könnten nun damit beginnen, einen Boden auszubilden und dann erneut deutlich anzusteigen. Kurzfristig - und das könnte die Bodenbildung begünstigen, würden sich die Berichte darüber verdichten, dass die indische Baumwollernte schlechter als erwartet ausfalle. Weltweit müsse die Ernte aber möglichst überall überdurchschnittlich gut ausfallen, denn China beginne bereits wieder im großen Stil, Baumwolle zu kaufen, um strategische Lagerbestände aufzubauen. China wolle sich damit gegen zukünftige Preisspitzen absichern. Löse China damit aber nicht eben diese Preisspitzen aus?

Wer in Baumwolle investieren möchte, der erhalte zwei grundsätzliche Optionen: linear oder gehebelt. Wer an einem Anstieg des Baumwollpreises profitieren wolle, könne dies mit Delta-1-Zertifikaten tun, etwa von RBS in einer währungsgesicherten Variante (ISIN NL0000470052/ WKN ABN0RX) oder einer (ISIN NL0000420438/ WKN ABN3KT) ohne Absicherung gegen einen fallenden US-Dollar. Die HVB biete die Möglichkeit, mit einem Zertifikat (ISIN DE000HV2AT84/ WKN HV2AT8) in den DJ-UBS Cotton Subindex TR zu investieren.

Bei der gehebelten Version sei es oberste Priorität, den Knockout nicht zu nah an das aktuelle Kursgeschehen zu setzen. Während es zu einer Bodenbildung im Bereich von 85 Cents kommen sollte, seien kurzzeitige "Dips" unter diese Marke nicht auszuschließen. Da biete sich etwa das RBS Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000GS8L1R4/ WKN GS8L1R) mit einem Knockout bei 68 US-Cents sowie einem Basispreis bei 62,88 US-Cents an. Gewinne im Baumwollpreis würden von diesem Zertifikat mit einem Faktor 2,82 nachgebildet. (Ausgabe 2 vom 26.01.2012) (27.01.2012/zc/a/a)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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