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Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Under Armour, Nike und adidas - Handelskriege dämpfen Wachstumsmarathon


24.05.2019
Bank Vontobel Europe AG

München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von adidas (ISIN DE000A1EWWW0/ WKN A1EWWW), Nike (ISIN US6541061031/ WKN 866993) und Under Armour (ISIN US9043111072/ WKN A0HL4V) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour aus Baltimore sei im Jahr 1996 von Gründer und CEO Kevin Plank gegründet worden, welcher als junger College-Football-Spieler unzufrieden mit der Ausrüstung seines damaligen Teams gewesen sei. Schnell habe sich das Unternehmen zum Spezialisten und Marktführer im Bereich der Thermo-Sportunterwäsche und Kampfsportbekleidung entwickelt. Seit dem Börsendebut 2005 habe Under Armour sein Angebot um mehr Sportbekleidung, Freizeitbekleidung und Schuhwerk aller Art erweitert.

Seitdem sei viel passiert. Nike, Reebok und PUMA seien als starke Konkurrenten in den Spezialsport-Bekleidungsmarkt eingestiegen und hätten jeweils einen großen Teil der Marktanteil in diesem Markt übernommen. Vor zwei Jahren sei es mit den zweistelligen Wachstumsraten abrupt vorbei gewesen, da die Konkurrenz in den oben genannten Märkten schnell aufgeschlossen habe. Daraufhin habe eine groß angelegte Neustrukturierung des Unternehmens begonnen, was Jobstreichungen, Austausche im Top-Management und Schließung von Filialen zur Folge gehabt habe. Obwohl Experten diese radikale Neustrukturierung optimistisch betrachten würden, hätten die Marktkonkurrenten in dieser Zeit noch weiter in den Bereichen aufschließen und Under Armour in ihrem ehemaligen Expertengebiet sogar übertrumpfen können.

Dennoch gehe die Restrukturierung von Under Amour weiter voran und CEO Plank verspreche für 2019 ein Umsatzplus von 3 bis 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Anleger würden hoffen, dass der Umbau schnell vonstatten gehe, und hätten den Papieren seit Jahresbeginn zu einem Anstieg von mehr als 25 Prozent verholfen.

Bereits seit mehreren Monaten würden zwischen der US-amerikanischen Regierung und der chinesischen Regierung Uneinigkeiten in Sachen Handel und Export- bzw. Importzöllen herrschen. Nun hätten diverse US-Schuhhersteller, darunter auch Under Armour und Nike, an Präsident Donald Trump plädiert, ihre Produkte von den geplanten Importzöllen auszunehmen. Der Branchenverband FDRA habe Präsident Trump erklärt, dass "der angedachte zusätzliche Zoll von 25 Prozent auf Schuhe für die Verbraucher und Firmen (…) katastrophal" wäre.

Auch Europas größter Sportkonzern adidas sehe sich zurzeit unter Druck gesetzt, allerdings handle es sich hierbei eher um ein Luxusproblem. Die dreifach gestreiften Waren des DAX-Konzerns aus Herzogenaurach kämen gut an und seien so gefragt wie noch nie. adidas-Chef, Kasper Rorsted, könne gar nicht so viel liefern, wie von den Kunden erwünscht. Anfang März habe Rorsted bereits davor gewarnt, dass Engpässe in der hauseigenen Bekleidungsproduktion das diesjährige Umsatzwachstum um möglicherweise ein bis zwei Prozent verringern könnten, was insgesamt in etwa EUR 200 Mio. bis EUR 400 Mio. entspreche. Dennoch sei diese Baustelle bei adidas eher als ein "positives" Problem anzusehen. Gerade im letzten Jahr habe der deutsche Sportartikelhersteller die operative Marge und den Gewinn deutlich erhöhen können. Auch die Aktionäre hätten etwas zu feiern gehabt - die Dividende sei um 29 Prozent zum Vorjahresausschuss auf zuletzt EUR 3,35 pro Aktie gestiegen.

Der weltweit größte Sportartikelhersteller Nike aus dem US-amerikanischen Beaverton, Oregon, habe jedoch die Engpässe von adidas nicht ausnutzen können. Nike habe im Zeitraum vom Dezember 2018 bis Februar 2019 weltweit USD 9,61 Mrd. umgesetzt - 7 Prozent mehr als im Vorjahr - dennoch seit einem Jahr erstmals weniger als von Experten erwartet. Laut Analysten der UBS könnten allerdings die Margen von adidas im Jahr 2019 um knapp 0,2 Prozent niedriger ausfallen als zuvor angenommen - Auslöser sei der erhöhte Druck von Nike. Auch in Europa, dem Herrschaftsgebiet von Adidas, habe der US-amerikanische Gigant Nike zuletzt seine Marktanteile ausbauen können. Im Gegenzug sei der Marktanteil von adidas im US-amerikanischen Markt um knapp 15 Prozent nach oben geklettert.


Geprägt vom US-Handelskrieg und Steigerung der Absätze sowie Nachfragen in den globalen Märkten, bleibe das Kopf-an-Kopf-Rennen der Sportartikelhersteller spannend. Und obwohl in naher Zukunft vorerst kein einzelner "Gewinner" des Rennens auszumachen sei, könnte die Aussicht für Anleger der Sportartikelbranche als wachstumsstark definiert werden.

Die Under Armour-Aktie notiere aktuell bei USD 24,14 (22.05.2019). Das 52-Wochenhoch habe bei USD 24,95 gelegen (03.12.2018), das 52-Wochentief bei USD 16,52 (26.12.2018). Bei Bloomberg würden zehn Analysten die Aktie auf "buy", 14 Analysten auf "hold" und zehn Analysten auf "sell" setzen.

Die Nike-Aktie notiere aktuell bei USD 82,86 (22.05.2019). Das 52-Wochenhoch habe bei USD 90,00 gelegen (18.04.2018), das 52-Wochentief bei USD 66,53 (20.12.2018). Bei Bloomberg würden 26 Analysten die Aktie auf "buy", acht Analysten auf "hold" und zwei Analysten auf "sell" setzen.

Die adidas-Aktie notiere aktuell bei EUR 262,40 (22.05.2019). Das 52-Wochenhoch habe bei EUR 262,40 gelegen (22.05.2019), das 52-Wochentief bei EUR 178,15 (27.12.2018). Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy", 20 Analysten auf "hold" und drei Analysten auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF3RPE5/ WKN VF3RPE) auf die adidas-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 0,03% und die Barriere bei EUR 130,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei EUR 220,00. Der Geldkurs betrage EUR 219,87 und der Briefkurs EUR 219,89. Der Bewertungstag sei der 20.09.2019. (Stand: 24.05.2019, 10:21)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF5BLB9/ WKN VF5BLB) auf Nike. Die Bonusrendite liege hierbei bei 6,51% und die Barriere bei EUR 68,00. Sowohl der Bonusbetrag als auch der Bonuslevel würden EUR 100,00 betragen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 83,79 und der Briefkurs auf EUR 84,06. Der Bewertungstag sei am 20.09.2019. (Stand: 24.05.2019, 10:19)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 23.05.2019) (24.05.2019/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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