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Call auf Vonovia: Nullzinsphase bleibt - Optionsscheineanalyse


29.03.2019
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Die Nullzinsphase geht weiter. Die EZB hat das so entschieden. Das spielt den Immo-Unternehmen in die Karten. Von steigenden Notierungen könnte ein Call-Optionsschein (ISIN DE000ST6YJ77/ WKN ST6YJ7) der Société Générale auf die Vonovia-Aktie (ISIN DE000A1ML7J1/ WKN A1ML7J) mit Basispreis bei 40 Euro und Fälligkeit erst im Dezember 2021 überproportional profitieren, so Jürgen Sterzbach von "boerse-daily.de" in seiner aktuellen Veröffentlichung.

Anfang März habe die EZB bekannt gegeben, an ihrer sehr lockeren Geldpolitik festhalten zu wollen. Wie erwartet sei der Leitzins auf seinem historischen Tief bei null Prozent nicht verändert worden. Aber auch der Ausblick habe darauf schließen lassen, dass die Zinsen für längere Zeit, mindestens über das laufende Jahr hinaus, auf dem aktuellen oder sogar einem tieferen Niveau bleiben würden. Zuvor hätten sich die Euro-Währungshüter nur bis zum Sommer festgelegt gehabt. Zudem hätten sie den Euroraum-Banken neue Langfristkredit zur Verfügung gestellt.

Mit der Entscheidung sei die Vonovia-Aktie, wie die Papiere anderer Immobilienkonzerne auch, innerhalb weniger Tage vom Zwischentief bei 42,41 auf ein neues Hoch bei 46,46 Euro nach oben geschossen. Nach einer kurzen Erholung des Erreichten habe die Aktie des Bochumer Konzerns seinen Anstieg bis auf ein neues Allzeithoch bei 47,28 Euro festgesetzt und notiere momentan knapp darunter. Übergeordnet lasse sich ein langfristiger Aufwärtstrend zwischen 40,80 und 50,20 Euro feststellen, indem sie sich zur Oberseite bewege.

Nicht nur durch die EZB-Aussagen zu den Zinsen, auch weitere Daten und Prognosen hätten in den letzten Wochen für Konjunkturskepsis gesorgt. Allen voran sei es der tief gefallene deutsche Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe gewesen, der heute vor einer Woche die Alarmglocken habe schrillen und die Märkte fallen lassen. Nicht nur die EZB, sondern auch mehrere Konjunkturforscher seien zuletzt von einem geringeren Wirtschaftswachstum ausgegangen. Daneben würden die Dauerthemen Brexit und Handelsstreit für ungeliebte Unsicherheit sorgen.


Zur Bestätigung, dass in Zeiten niedriger Zinsen die Geschäfte für Immo-Konzerne gut laufen würden, habe Vonovia Anfang März positive Zahlen vorgelegt. Das operative Ergebnis nach Zinsen und Steuern, in der Branche FFO 1 genannt, sei um 15,8 Prozent gestiegen, wobei diese Entwicklung vor allem auf den Zukäufen von Victoria Park in Schweden in BUWOG in Österreich beruht habe. Zum Stichtag habe das Immobilienportfolio von Vonovia rund 396.000 Wohneinheiten umfasst, davon 23.000 Wohnungen in Österreich und 14.000 in Schweden.

Mit höheren Kurszielen hätten die Analysten reagiert. Die US-Investmentbank Goldman Sachs habe die Aktie des nach eigenen Angaben führenden privaten Wohnungsunternehmen Europas auf ihre Conviction Buy List aufgenommen, dabei das Kursziel von 51,10 auf 52,60 Euro angehoben. Ihre Begründung: Der Wohnungsmarkt in Europa dürfte expandieren und weiter konsolidieren, wofür Vonovia am besten positioniert sei. J.P. Morgan habe geurteilt, dass deutsche Wohnimmobilien-Aktien auch bei nachlassendem Wachstum weiterhin eine gute Wahl seien.

Die Schweizer Großbank UBS habe ihre die Einschätzung für Vonovia nach Zahlen auf Kaufen mit einem Kursziel von 60 Euro belassen. Die Aktie bliebe einer der aussichtsreichsten Immobilienwerte, hätten die UBS-Analysten gefunden. Weniger optimistisch hätten sich Jefferies und NORD/LB geäußert, deren Kursziele befänden sich am unteren Ende der zwischen 41 und 60 Euro breiten Spanne. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis der Vonovia-Aktie für das Jahr 2020 (KGV20e) liege bei 19 und die geschätzte Dividendenrendite bei 3,6 Prozent.

Mit einem Call-Optionsschein könnten risikofreudige Anleger, die von einer steigenden Vonovia-Aktie ausgehen würden, profitieren. Der Optionsschein mit Basispreis bei 40 Euro und Fälligkeit am 15.12.2021 könnte eine Rendite von 138 Prozent erzielen, wenn die Aktie bis Laufzeitende bis auf 60 Euro steige. Sollte sie höher steigen oder das Ziel früher erreichen, wäre ebenso eine höhere Rendite möglich. Um aktuell einen Gewinn zu erzielen, müsste die Aktie mindestens um 48,40 Euro (Break-Even-Punkt) schließen.

Zu beachten sei: Falls die Aktie am Bewertungstag unter 40 Euro schließe, verfalle dieser Optionsschein wertlos. Ansonsten werde die Differenz zwischen Kurs und Basispreis zum Bezugsverhältnis von 0,1 ausbezahlt. Ein Ausstieg aus dieser spekulativen Idee könnte erwogen werden, sollte die Aktie die derzeitige Richtung ändern und unter 42,50 Euro fallen. Im Optionsschein könnte daher ein risikobegrenzender Stoppkurs bei 0,59 Euro gesetzt werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis dieser spekulativen Idee betrage 4,6 zu 1. (29.03.2019/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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