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Call-Optionsschein auf Fresenius: 59 Prozent Chance - Optionsscheineanalyse


17.04.2020
boerse-daily.de

Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Harald Zwick von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Call-Optionsschein (ISIN DE000CL781B7/ WKN CL781B) der Société Générale auf die Aktie von Fresenius (ISIN DE0005785604/ WKN 578560) vor.

Fresenius sei von den Marktteilnehmern im Kollektiv abgestraft worden, obwohl sich die Erlössituation 2020 als robust herausstellen sollte. Am gestrigen Handelstag habe beispielsweise die Tochter FMC 3,24% an Börsenwert hinzugewonnen, was eventuell ein Zeichen sei, dass der Markt zu differenzieren beginne.

Der weltweit aktive Gesundheitskonzern Fresenius sei am Papier weitgehend immun gegen konjunkturelle Schwankungen. Weiterhin profitiere seine Tochter FMC durch die Bereitstellung von Intensivbetten in den USA tendenziell von der durch die Pandemie hervorgerufenen Notlage im US-Gesundheitsystem. Es erscheine wahrscheinlich, dass der Umsatz des Konzerns auch im Jahr 2020 nicht in dem Maße einbreche wie beispielsweise die Umsätze von zyklischen Werten wie der Autoindustrie. Dass das Papier dennoch beträchtlich an Börsenwert eingebüßt habe, sollte als Chance für die kommenden Wochen und Monaten aufgefasst werden. So habe der Konzern sein 2019er Ergebnis im Jahresvergleich um 2% steigern können. Der Umsatz habe sogar um 9% zugelegt.


Auch Fresenius sei vom Corona-Crash nicht verschont worden. In der Dimension sei der Verlust von 50% mit dem DAX-Einbruch vergleichbar. Auch die darauf folgende Erholung habe eine Kurssteigerung ähnlich jener des deutschen Leitindex von 32% aufgewiesen. Die Erholung erstrecke sich bis zum wichtigen Widerstand bei 40,00 Euro. Könne dieser überwunden werden, sei Luft nach oben bis zur Marke von 46,13 Euro. Weil das 2020er KGV mit 11,63 in Kombination mit einem hohen einstelligen Gewinnwachstum den Wert attraktiv erscheinen lasse, sollte der Widerstand doch geknackt werden.

Im übergeordneten Bild verliere das Papier seit Mitte 2017 beträchtlich an Wert und werde zu Preisen gehandelt, die auch schon 2013 quotiert worden seien. In der maximalen Ausdehnung entspreche der Kursverlust mehr als 2/3 des Höchstkurses aus dem Jahr 2017. Summa summarum spreche eben die günstige fundamentale Bewertung und tendenziell stabilere Erlöse in der aktuellen Krise für ein Long-Engagement bei Fresenius.

Der ausgewählte Call (Basispreis 38 Euro) mit der WKN CL781B weise eine durchschnittliche Implizite Volatilität von 24,95% auf. Die Implizite Volatilität habe sich nach dem selloff der vergangenen Wochen wieder normalisiert. Hier würden die Marktakteure wieder ruhigere Handelstage im Underlying Fresenius erwarten.

Risikobereite Anleger, die von einer steigenden Fresenius-Aktie bis auf 43,00 Euro ausgehen würden, könnten mit dem Call-Optionsschein überproportional davon profitieren. Bei angenommener konstant hoher impliziter Volatilität von 33,00 und dem Ziel bei 42,00 Euro (0,81 Euro beim Optionsschein) bis zum 16.07.2020 sei eine Rendite von rund 58% zu erzielen. Falle der Kurs des Underlyings in dieser Periode auf 34,13 Euro, resultiere daraus ein Verlust von rund 26% beim Optionsschein. Das Chance-Risiko-Verhältnis betrage somit 2,30 zu 1, wenn bei 34,13 Euro (0,38 Euro beim Schein) eine Stop-Loss Order eingezogen werde. (17.04.2020/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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