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EUR/USD fester


29.07.2010
UniCredit Research

München (aktiencheck.de AG) - Die US-Wirtschaft liefert weiterhin Negativschlagzeilen, so die Analysten von UniCredit Research.

Wie vermutet hätten gestern zunächst die Auftragseingänge für langlebige Güter die Analystenerwartungen nicht erfüllen können. Später sei dann der nicht ganz so überraschende eingetrübte FED-Konjunkturbericht gefolgt, das so genannte Beige Book. In acht der zwölf FED-Distriken habe sich die Wirtschaft moderat aufwärts bewegt, in zweien sei im Juni und in der ersten Juli-Hälfte so gut wie nichts vorangegangen und die Bezirke Chicago und Atlanta hätten sogar von einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit berichtet. Nach Aussage der Atlanta-FED leide die Region im Südosten der USA vor allem unter dem Tourismuseinbruch aufgrund der Ölkatastrophe.

Wie erwartet, habe sich EUR/USD gestern weiter stabilisieren können, ohne jedoch allzu große Sprünge zu machen. Aus der Eurozone sei keine Unterstützung gekommen und die Aktienbörsen hätten sich sehr zurückhaltend gezeigt. Zum dritten Mal in Folge sei heute der europäische Handel ziemlich genau um 1,30 in den Tag gestartet. Für die Euro-Bullen würden sich vermutlich genügend Gelegenheiten bieten, Versäumtes nachzuholen und ihrerseits dafür zu sorgen, dass die 1,3100 stärker ins Blickfeld rücken würden.

Die Grundausrichtung der Analysten bleibe indes unverändert. Der Widerstand um 1,3125 sei zu wichtig, um quasi per Handstreich genommen werden zu können. Die Märkte würden schon wissen, worauf sie sich dann einlassen und was sie riskieren würden. Auch werde vermutlich die globale Risikobereitschaft nicht völlig durch die Decke schießen, weil doch eine relativ große Unsicherheit hinsichtlich des weltweiten Wachstums herrsche. Dies sei gestern erneut in der Anhörung mehrerer BoE-Mitglieder zum Ausdruck gekommen und auch im Statement der RBNZ (Reserve Bank of New Zealand) thematisiert worden. Die RBNZ habe zwar ihre Leitzinsen angehoben, habe allerdings unter Bezug auf Binnenkonjunktur und Weltkonjunktur einen recht skeptischen Wachstumsausblick geliefert. (29.07.2010/ac/a/m)

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