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EUR/USD dürfte nachhaltig unter 1,28 rutschen 07.09.2010
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - In einer Rede zum Labor Day hat US-Präsident Barack Obama gestern die Einführung eines Sanierungspakets in Aussicht gestellt, das in den nächsten sechs Jahren Investitionen in Höhe von 50 Mrd. USD in die Infrastruktur vorsieht und vor allem der Schaffung von Arbeitsplätzen einen zusätzlichen Anstoß geben soll, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Die Ankündigung dieses Projekts der Demokraten eröffne den Wahlkampf um die Kongresswahlen, die am 2. November stattfinden würden. In diesem Umfeld sei der Euro zum US-Dollar in den Bereich von 1,28 USD zurückgefallen und dürfte heute nachhaltig unter diese Marke abzurutschen.
Die australische Notenbank habe auf ihrer Sitzung den Leitzins unverändert bei 4,5% belassen und die Geldpolitik als angemessen bezeichnet. Damit sei kurzfristig nicht mit einer Wiederaufnahme des Zinserhöhungszyklus zu rechnen. Trotz dieser Ankündigung bewege sich die australische Valuta weiter in der Nähe ihrer historischen Hochs zum Euro und profitiere dabei wohl von der guten Verfassung der australischen Binnenkonjunktur.
Auch in Japan verzichte die Notenbank (BoJ) auf weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur, nachdem bereits jüngst der Kreditrahmen für japanische Banken bei der BoJ massiv ausgedehnt worden sei. Die Notenbank habe aber gleichzeitig die Bereitschaft signalisiert, weitere Maßnahmen zu ergreifen, sollten sich die jüngsten Schwächetendenzen der Weltwirtschaft verfestigen. Der Japanische Yen notiere zum US-Dollar zudem weiter in der Nähe seiner Mehrjahreshochs, was den Währungshütern zunehmend ein Dorn im Auge sein dürfte. (07.09.2010/ac/a/m)
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