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US-Rentenmarkt mit eindrucksvoller Entwicklung


07.09.2010
Union Investment

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der US-Rentenmarkt wies im August unter dem Eindruck sich eintrübender konjunktureller Aussichten eine eindrucksvolle Entwicklung auf, so die Experten von Union Investment.

Die Flucht in sichere Staatspapiere habe über die gesamte Zinsstrukturkurve hinweg zu teils deutlichen Renditerückgängen geführt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Papiere sei beispielsweise gegenüber dem Vormonatsschluss von gut drei auf 2,5 Prozent gefallen. Damit sei das bisher schon außerordentlich niedrige Niveau nochmals deutlich unterschritten worden.


Die verschlechterte konjunkturelle Situation in den USA, gekennzeichnet von der schwierigen Lage am US-Häusermarkt, einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit und einem mäßigen Konsumverhalten, habe die US-Notenbank auf den Plan gerufen. Die FED habe angekündigt, den Markt wieder durch den Ankauf amerikanischer Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen zwei und 20 Jahren unterstützen zu wollen. Sie wolle dabei die Mittel aus fälligen MBS und Agency-Bonds, bei denen es sich um über Hypotheken gesicherte Anleihen und Titel halbstaatlicher Emittenten handle, wieder in US-Staatspapiere reinvestieren. Mit dieser Entscheidung habe die FED einen Kurswechsel vollzogen, da sie seit Jahresbeginn den Ankauf von hypothekenbesicherten Wertpapieren und damit die krisenbedingte Sonderversorgung der Banken mit Liquidität habe enden lassen.

Gegen Monatsende sei die FED auf der Zentralbankkonferenz im amerikanischen Tagungsort Jackson Hole nochmals auf die wirtschaftliche Lage eingegangen. FED-Vorsitzender Ben Bernanke rechne dabei trotz der derzeitigen Abschwächung im kommenden Jahr mit einer Wirtschaftserholung. Nach Ansicht der US-Notenbanker bestehe derzeit kein Deflationsrisiko, das heiße es werde kein länger anhaltendes Absinken des allgemeinen Preisniveaus erwartet.

Allerdings werde die FED bereitstehen, um im Falle einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmendaten weitere geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Primär werde sie dann wieder das Instrument des Staatsanleiheankaufs nutzen. Angesichts der niedrigen Leitzinssätze bleibe ihr die Möglichkeit, diese weiter zu senken, verwehrt. Lediglich ein verbales Einstimmen der Märkte auf ein längeres Verharren der Leitzinsen auf dem gegenwärtigen Niveau werde noch als Option gesehen. (Ausgabe August 2010) (07.09.2010/ac/a/m)




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