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EUR/JPY pure Taktik, aber keine Trendwende


07.09.2010
UniCredit Research

München (aktiencheck.de AG) - USD und JPY sitzen beim Thema Risikobereitschaft in einem Boot, will heißen, beide Währungen geraten bei verstärktem Risikoappetit gegenüber anderen Währungen unter Abgabedruck, so die Analysten von UniCredit Research.

Da die Aufhellung des globalen Stimmungsbildes jedoch aufgrund verbesserter US-Konjunkturdaten erfolgt sei, hätte man zumindest ein wenig mehr Aufwärtspotenzial in USD/JPY erwarten können. Passiert sei allerdings nichts. So aber könne man zwei Varianten zur Mutmaßung heranziehen. Entweder die Devisenmärkte würden stark an der Nachhaltigkeit des kürzlichen Stimmungswandels zweifeln, oder sie seien darauf erpicht, die BoJ um jeden Preis herauszufordern. Möglicherweise sei es eine Kombination aus beidem.

Man bewege sich weder nach oben noch nach unten, sondern stehe für den Fall einer Fortsetzung des vorsichtigen Austestens des Abwärtspotenzials bereit. In diesem Falle wäre natürlich der Aufwärtsspielraum für EUR/JPY ebenso begrenzt, zumal der ganz große EUR/USD-Angriff auf die 1,30 bislang ausgeblieben sei. Sollte EUR/USD gar wieder die Luft ausgehen, bestünde für EUR/JPY nach wie vor das Risiko, unter 105 abzurutschen. Schreite die Bank of Japan gegen die JPY-Stärke nicht ein, könnten im Extremfall sogar 100 Japanische Yen drin sein (=EUR/USD 1,25, USD/JPY 80,00). (07.09.2010/ac/a/m)


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