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Datum/Zeit |
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69,01 € |
+2,48 € |
+3,59 % |
09.02/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0005190003 |
519000 |
- € |
- € |
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BMW-Call hochspekulativ 09.07.2010
OC Research
Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst Henning Wagener von OC Research hält einen Call (ISIN DE000DB2QX40 / WKN DB2QX4) der Deutschen Bank auf die Aktien von BMW (ISIN DE0005190003 / WKN 519000) für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment.
Die BMW Group habe sich mit ihren drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce als Automobilhersteller gezielt auf das Premium-Segment spezialisiert. Neben der Produktion von Autos umfasse das Produktportfolio der Gesellschaft zudem auch Motorräder.
Die Gesellschaft habe Absatzzahlen für den Monat Juni sowie für das erste Halbjahr 2010 bekannt gegeben.
Demnach habe das Unternehmen im Monat Juni weltweit insgesamt 143.157 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat habe dies einem Zuwachs um 12,2% entsprochen. Bei der Marke BMW habe sich dabei ein Wachstum um 13,7% auf 119.663 Einheiten ergeben. Beim MINI habe ein Ansatzwachstum um 4,2% auf 23.202 Fahrzeuge erreicht werden können. Beim Rolls-Royce habe der Absatz sogar auf 292 Einheiten mehr als verfünffacht werden können. Zudem habe die Gesellschaft auch den Motorradabsatz im Juni im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 23,2% auf 11.584 Fahrzeuge verbessern können.
Im gesamten ersten Halbjahr 2010 habe der Konzern damit den Fahrzeugabsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 13,1% auf 696.026 Einheiten steigern können. Bei der Marke BMW habe sich dabei ein Anstieg um 14,1% auf 585.755 Einheiten ergeben. Wachstumstreiber seien im ersten Halbjahr 2010 vor allem der BMW X1 und der BMW 5er GT gewesen. Der stärkste Zuwachs sei allerdings mit dem BMW Z4 Roadster erzielt worden. So hätten sich hier die Verkäufe um 74,7% auf 14.236 Einheiten erhöht. Aber auch die neue BMW 5er Reihe habe sich sehr gut entwickelt. So habe die im März vorgestellte neue BMW 5er Limousine bereits an rund 25.000 Kunden ausgeliefert werden können. Im Juni sei das Modell auch in den USA eingeführt worden.
Der Absatz der Marke MINI habe sich im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 7,6% auf 109.301 Fahrzeuge erhöht. Beim Rolls-Royce habe schließlich ein Absatzzuwachs um 194,8% auf insgesamt 970 Auslieferungen verzeichnet werden können. Vor diesem Hintergrund erscheine es nach Ansicht der Analysten von AC Research sehr wahrscheinlich, dass der Konzern sein Ziel, den Gesamtabsatz beim Rolls-Royce im laufenden Jahr mehr als zu verdoppeln, gut erreichen werde. Der Motorradabsatz habe sich im ersten Halbjahr 2010 schließlich um 21,4% auf 57.015 Einheiten verbessert.
Mit Blick auf die einzelnen Regionen steche bei BMW nach Ansicht der Analysten von OC Research vor allem auch der deutsche Markt positiv hervor. So habe das Unternehmen hier in den ersten sechs Monaten 2010 ein Absatzminus von 1% auf 135.421 Fahrzeuge verzeichnet. Dies höre sich zwar auf den ersten Blick negativ an, dabei müsse allerdings berücksichtigt werden, dass der deutsche Automobilmarkt im ersten Halbjahr 2010 um 28,7% geschrumpft sei. Vor diesem Hintergrund habe die Gesellschaft ihren Marktanteil in Deutschland deutlich auf 9,2% ausbauen können. Bei der Marke BMW habe sich sogar ein Absatzwachstum um 1,1% auf 120.262 Einheiten ergeben.
In Europa habe der Konzern ein Absatzwachstum um 3,9% auf 389.601 Einheiten verzeichnen können. In den USA befinde sich die Gesellschaft nach dem ersten Halbjahr 2010 mit einem Absatzzuwachs um 6,2% auf 121.585 Einheiten weiterhin auf Wachstumskurs. Sehr dynamisch habe sich weiter der asiatische Markt mit einem Anstieg der Auslieferungen um 57,5% auf 128.483 Einheiten entwickelt. Dabei habe der Absatz in China auf 75.615 Einheiten mehr als verdoppelt werden können.
Die vorgelegten Zahlen seien nach Ansicht der Analysten von OC Research gut ausgefallen. Dabei habe das Unternehmen sehr stark von der deutlichen Branchenerholung und dem anhaltenden Boom auf dem chinesischen Markt profitiert. Die weiteren Geschäftsaussichten des Unternehmens würden die Analysten ebenfalls positiv beurteilen. So werde die Gesellschaft im Herbst mit dem MINI Countryman die vierte Variante des MINI am Markt einführen. Des weiteren kämen noch weitere zahlreiche Modellneuheiten wie der neue BMW 5er Touring und der neue BMW X3 auf den Markt. Insgesamt erscheine es nach Ansicht der Analysten von AC Research daher realistisch, dass BMW im Gesamtjahr ein Absatzplus von knapp 10% erreichen könne.
Beim aktuellen Aktienkurs von 38,77 Euro (10:09 Uhr) erscheine das Unternehmen mit einem KGV 2011e von gut 11 in Anbetracht der anhaltenden Branchenerholung wieder relativ moderat bewertet. Auf Basis der starken Absatzzahlen für das erste Halbjahr 2010 würden die Analysten von OC Research auch mit einem starken Quartalsausweis für das abgelaufene zweite Quartal rechnen. Für Unsicherheit sorge allerdings der Umstand, dass sich bei der US-Behörde für Verkehrssicherheit die Beschwerden über technische Probleme beim BMW Z4 häufen würden. Die Behörde gehe Hinweisen aus der Bevölkerung nach, wonach die Servolenkung des Sportwagens BMW Z4 ausfalle. Betroffen seien knapp 50.000 Fahrzeuge aus den Baujahren 2003 bis 2005. Dies könne sich negativ auf das Image der Gesellschaft auswirken. Auf Basis des aktuellen Aktienkurses sehe man allerdings bei einem Investment in die Aktie ein leicht positives Chance-Risiko-Verhältnis.
Die Analysten von OC Research halten daher den unten beschriebenen Call der Deutschen Bank auf die Aktie von BMW für ein hochspekulatives, aber interessantes Investment. Der Schein habe noch eine Laufzeit bis zum 15. Dezember 2010 und notiere bei einem Basispreis von 40 Euro derzeit aus dem Geld. (Analyse vom 09.07.2010) (09.07.2010/oc/a/d)
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