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Wave XXL-Optionsscheine auf thyssenkrupp: Der falsche Zeitpunkt? Optionsscheineanalyse


06.06.2019
X-markets by Deutsche Bank

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DX0ZD07/ WKN DX0ZD0) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC4X8P4/ WKN DC4X8P) der Deutschen Bank auf die Aktie von thyssenkrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) vor.

Das Essener Traditionsunternehmen thyssenkrupp müsse wieder von vorne anfangen. Der zuletzt arg gebeutelte Stahl- und Technologiekonzern glaube nun, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Allerdings mache es das derzeitige von Unsicherheiten geprägte Marktumfeld dem Unternehmen nicht leicht, sich neu aufzustellen.

Nach Jahren der Unsicherheit habe sich thyssenkrupp auf eine Strategie festgelegt. Das Stahlgeschäft habe mit den europäischen Stahlaktivitäten des indischen Konzerns Tata Steel verschmolzen werden sollen. Außerdem habe das DAX-Unternehmen eine Aufspaltung geplant. Bereiche wie die Aufzugsparte oder das Werkstoffgeschäft hätten voneinander getrennt werden sollen. Es hätten zwei unabhängige börsennotierte Unternehmen entstehen sollen: thyssenkrupp Industrials (Aufzüge, Anlagenbau, Automobilzulieferung) und thyssenkrupp Materials (Werkstoffe, Marineschiffbau, Stahl). Allerdings hätten die europäischen Wettbewerbsbehörden nicht mitspielen wollen.


Daraufhin habe thyssenkrupp sowohl die Fusionspläne für das Stahlgeschäft als auch die Pläne für eine Aufspaltung gestrichen. Sowohl thyssenkrupp als auch Tata Steel seien nicht bereit gewesen, der EU-Kommission noch weiter entgegenzukommen. Weitere geforderte Anteilsverkäufe hätten die Wirtschaftlichkeit des geplanten Deals gefährdet. Also sei die Reißleine gezogen worden. Am 21. Mai 2019 habe der Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG nun der neuen Konzernstrategie zugestimmt. Der Konzernvorstand strebe eine schlankere Holding-Struktur an. Zur Stärkung der Kapitalbasis solle die Aufzugssparte an die Börse gebracht werden. Dazu werde thyssenkrupp im August 2019 mit der Bekanntgabe der Quartalszahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Juni) weitere Details zur strategischen Neuausrichtung bekannt geben.

In einer ersten Reaktion hätten sich Anleger begeistert gezeigt. Die thyssenkrupp-Aktie sei in die Höhe geschossen. Am Markt sei schon seit geraumer Zeit vor allem einer eigenständigen Aufzugssparte viel Potenzial beigemessen worden. Die Weltbevölkerung wachse. Außerdem sei eine Verstädterung zu beobachten, während die Zahl der einzelnen Haushalte zunehme und die Menschen immer älter würden. Diese Trends dürften den Wohnungs- und Hochhausbau beflügeln. Wenn in die Höhe gebaut werde, würden entsprechende Aufzugssysteme benötigt. Kein Wunder also, dass laut eines Reuters-Berichts vom 15. Mai der finnische Konkurrent Kone bereits ein Angebot für das thyssenkrupp-Aufzugsgeschäft auslote.

Der Anlegerjubel sei in den vergangenen Wochen jedoch merklich verhallt. Dies habe unter anderem etwas damit zu tun, dass sich das Management des DAX-Konzerns nun für die Stahlaktivitäten etwas Neues einfallen lassen müsse. In diesem Fall würden sich die jüngsten Marktunsicherheiten als doppelt schmerzhaft erweisen. Für die US-Regierung würden Zölle auf Stahlimporte im globalen Handelsstreit eine besondere Rolle spielen. Außerdem schade die wirtschaftliche Eintrübung in Europa dem konjunkturabhängigen Stahlgeschäft. So sei es zu erklären, dass die anfängliche Euphorie an den Aktienmärkten über die neue Strategie von thyssenkrupp schnell wieder verpufft sei. Möglicherweise kehre sie zurück, wenn die Pläne für einen Börsengang des Aufzugsgeschäfts konkreter würden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der thyssenkrupp-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,68 die Barriere bei 9,15 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 6,52, Barriere bei 13,25 Euro) auf fallende Kurse der thyssenkrupp-Aktie setzen. (Stand vom 04.06.2019) (06.06.2019/oc/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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