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Deka-Zertifikategeschäft nähert sich der Zehn-Milliarden-Euro-Marke - Zertifikatenews


10.11.2017
FONDS professionell

Wien (www.zertifikatecheck.de) - Wie aus einer Marktstudie des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) hervorgeht, die am Freitag veröffentlicht wurde, hat das ausstehende Volumen in Retail-Zertifikaten der DekaBank Ende September 9,4 Milliarden Euro betragen, so die Experten von "FONDS professionell".

Allein im Laufe des dritten Quartals habe sich das Zertifikatevolumen der Deka um rund 360 Millionen Euro erhöht. Der Marktanteil des Wertpapierhauses der Sparkassen betrage inzwischen 14,6 Prozent - nach 14,2 Prozent Stande Ende Juni. Damit sei die Deka der zweitgrößte Anbieter von Retail-Zertifikaten in Deutschland. Nur die DZ BANK, die in erster Linie Zertifikate für den Vertrieb über Volks- und Raiffeisenbanken emittiere, sei noch größer - doch die Deka hole auf.


Die Deka sei erst 2013 ins Geschäft mit Retail-Zertifikaten eingestiegen. Dass das Frankfurter Institut so schnell Marktanteile habe gewinnen können, zeige, wie gut die Deka im Vertrieb über die Sparkassen aufgestellt sei. Die Deka beschäftige rund 220 Vertriebsbetreuer, die die Anlageberater in den Sparkassen vor Ort schulen und die hauseigenen Produkte vorstellen würden. Das gelte nicht mehr nur für Fonds, sondern eben auch für Zertifikate.

Der Ruf der Zertifikate habe lange unter dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 gelitten. Damals hätten Privatanleger - darunter viele Kunden der Sparkassen - hohe Verluste erlitten. Inzwischen erfreue sich die Produktkategorie bei Kunden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken aber wieder großer Beliebtheit. Anders als früher würden die Institute nun aber vor allem auf Papiere verbundeigener Emittenten setzen - Zertifikate angelsächsischer Investmentbanken seien die absolute Ausnahme.

Das habe auch das Ranking der größten Emittenten durcheinandergewirbelt. Gemessen am ausstehenden Volumen stünden mit der DZ BANK, der Deka, der LBBW und der Helaba inzwischen vier Institute an der Spitze der Rangliste, die dem genossenschaftlichen Sektor oder dem Sparkassenlager zuzurechnen seien. Der einstige Marktführer Deutsche Bank folge laut DDV-Statistik erst auf dem fünften Platz. Die Commerzbank, die früher ebenfalls zu den führenden Emittenten gezählt habe, stehe nur noch auf Rang sieben. (10.11.2017/zc/n/a)



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