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Analysen - DAX 100
29.01.2008
Wincor Nixdorf-Call in der Gewinnzone erwartet
ExtraChancen

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Hagen (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "ExtraChancen" sollte der von der Deutschen Bank emittierte Call-Optionsschein (ISIN DE000DB1L109/ WKN DB1L10) auf die Aktie von Wincor Nixdorf (ISIN DE000A0CAYB2/ WKN A0CAYB) in die Gewinnzone laufen.

"Solide und ohne Überraschungen", fasse ein Händler die Q1-Zahlen der Wincor Nixdorf AG zusammen. Dank eines starken Geschäfts mit Banken und einer positiven Entwicklung im Ausland habe der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Die für heute auf der Agenda stehende Dividendenausschüttung falle nach dem abgeschlossenen Aktienrückkauf höher aus als ursprünglich geplant. Analysten würden den MDAX-Konzern weiter auf einem guten Weg sehen. Die Experten würden derzeit keinen Grund sehen, sich von ihrem Call-Optionsschein, den sie am 6. Dezember als "Top-Investment der Woche" vorgestellt hätten, zu trennen.

Mit einem Gewinnsprung von 23% auf 32 Mio. Euro sei Wincor Nixdorf in das Geschäftsjahr 2007/08 gestartet. Das operative Ergebnis (EBITA) habe sich um 13% auf 52 Mio. Euro verbessert und somit ebenfalls die Prognosen getroffen. Den Umsatz hätten die Westfalen zwischen Oktober und Dezember um 10% auf 602 Mio. Euro gesteigert.

"Wincor Nixdorf hat eine solide Bilanz für das erste Quartal vorgelegt", sage Roland Pitz von UniCredit. Der Analyst habe seine Einschätzung mit "hold" bestätigt und sehe das Kursziel unverändert bei 74 Euro - also gut 20 Euro über dem jetzigen Niveau. Der Konzern, so Pitz, sollte an seinen Trend der vergangenen Jahre anknüpfen und die konservative Zielsetzung für das laufende Geschäftsjahr etwas übertreffen.

Trotz wachsender Risiken habe Vorstandschef Eckard Heidloff zuvor die Prognose bestätigt: "Wir rechnen für das Gesamtjahr mit einem Umsatzplus von 8% und einer Steigerung des operativen Ergebnisses um 10%." Für den weiteren Jahresverlauf rechne sich der Konzern dank der hohen Investitionsbereitschaft vor allem im Privatkundengeschäft der Banken weitere Chancen aus.

"Neben diesen Chancen werden allerdings auch Risiken stärker wahrnehmbar", heiße es aus der Paderborner Firmenzentrale. So könne sich die Subprime-Krise negativ auswirken. Darüber hinaus könne man einen weiteren Verfall des US-Dollars nicht ausschließen.

Auf der gestrigen Hauptversammlung habe Vorstandschef Eckard Heidloff erklärt, dass die für das abgelaufene Geschäftsjahr geplante Dividende für 2006/07 nach dem abgeschlossenen Aktienrückkauf höher ausfalle. Da sich die Ausschüttungssumme auf weniger Aktien verteile, würden nun 2,78 Euro ausgezahlt. Im Dezember habe er noch 2,73 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Die Ausschüttung je Aktie setze sich aus einer Basisdividende von 1,88 Euro und einer Sonderdividende von 90 Cent zusammen.

Nachdem die Aktie im Dezember im Zuge positiver Nachrichten noch auf über 65 Euro gestiegen gewesen sei, sei der Kurs im Rahmen der Gesamtmarktschwäche in den ersten Handelstagen des neuen Jahres im Tief bis 50 Euro abgerutscht. Trotz der jüngsten Erholung notiere der Wincor Nixdorf-Call-Optionsschein der Experten (akt. Kurs: 34 Cent) noch deutlich unter dem Einstiegsniveau von 77 Cent, nachdem er im Hoch bereits bei 98 Cent notiert habe.

Angesichts der vorgelegten Eckdaten sind die Experten von "ExtraChancen" überzeugt, dass der Wincor Nixdorf-Call von der Deutschen Bank in einem ruhigeren Marktumfeld seine Erholung fortsetzen und bis zum Ende der Laufzeit im Sommer deutlich in die Gewinnzone laufen wird. (Ausgabe vom 28.01.2008) (29.01.2008/oc/a/d)



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