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Analysen - Marktberichte
29.07.2010
Zehnjährige US-Rendite technische Analyse
WGZ BANK

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - In der letzten Analyse des US-Rentenmarktes hatten wir die Möglichkeit einer Zinswende diskutiert und perspektivisch anziehende Zinsen in Aussicht gestellt, so die Analysten der WGZ BANK.

Diese Sicht der Dinge habe sich konkretisiert, auch wenn entgegen den Analystenerwartungen der Tiefpunkt vom 1. Juli bei 2,87% nochmals marginal unterschritten worden sei. Dabei sei es jedoch lediglich um magere zwei Basispunkte abwärts gegangen, bevor bei 2,85% ein Impulswechsel nach oben erfolgt sei und die zehnjährige Rendite das 3,00%er-Niveau zurückerobert habe.

Dieses Marktverhalten habe deutlich gezeigt, dass die Downside derzeit limitiert sei. Bestätigung erfahre diese Annahme durch das Indikatorenbild: Sowohl der RSI als auch das MACD-Histogramm hätten das Bewegungstief vom 21. Juli nicht mehr bestätigt. Während der Kurschart ein marginal neues Tief ausgebildet habe, hätten die beiden Indikatoren ihre vorherigen Bewegungstiefs nicht mehr erreicht. Häufig sei eine derart ausgedrückte nachlassende Abwärtsdynamik ein erster Vorbote für eine generelle Trendumkehr. Im übergeordneten Bild steige somit die Wahrscheinlichkeit, dass der massive Renditeeinbruch seit April technisch korrigiert werde. Dabei sei mindestens ein Heranlaufen an das 38,2%-Fibonacci-Retracement bei rund 3,25% zu erwarten.

Ob dieses Ziel allerdings tatsächlich bereits wie prognostiziert Mitte August erreicht werde, sei etwas fraglich. Vermutlich werde etwas längere Zeit benötig werden, da das Gesamtbild trotz des erkennbaren Bodenbildungsprozesses noch fragil erscheine. Immerhin seien derzeit noch fallende zyklische Hoch- und Tiefpunkte zu verzeichnen. Viele Investoren dürften erst im Falle eines Überschreitens des Zwischenhochs bei 3,12% über einen Abbau von US-Staatsanleihen nachdenken.

Das Indikatorenbild stütze die Annahme eines Bodenbildungsprozess der US-Rendite. Dieser dürfte allerdings Zeit benötigen. Kurzfristig dürfte es zunächst volatil seitwärts gehen, bevor perspektivisch ein Renditeanstieg bis zumindest 3,25% erfolge. (29.07.2010/ac/a/m)


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