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Analysen - DAX 100
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08.09.2010
Infineon hat nichts zu verschenken
Frankfurter Tagesdienst
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www.zertifikatecheck.de
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben bei der Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) an Bord.
1,1 Mrd. Euro werde der Chipproduzent mit dem Verkauf der Handychipsparte erlösen. Einige Investoren hätten sich in den letzten Tagen bereits ausgemalt, was sie mit einer möglichen Sonderdividende anfangen sollen.
Diesen Gedankenspielen habe der Vorstandschef Peter Bauer bereits einen Riegel vorgeschoben. Der außerordentliche Gewinn solle als Puffer für schlechtere Zeiten im Unternehmen verbleiben und werde somit nicht an die Anteilseigner weitergereicht.
Kritiker würden anmerken, dass eine Sonderdividende auch als Ausgleich für jene Gewinne diene, die Infineon durch den Verkauf der Handychipsparte in Zukunft entgehen würden. Langfristig werde den Anteilseignern jedoch ein besserer Dienst erwiesen, wenn der Erlös reinvestiert werde. Sonderdividenden seien aus Sicht des Unternehmens schließlich nichts anderes als vernichtetes Kapital.
Ein Aktienrückkaufprogramm sei ebenfalls diskutiert worden. Auch in dieser Hinsicht habe Infineon momentan keine konkreten Pläne. Nach Ansicht der Experten tue das Unternehmen gut daran, zunächst einmal die Nettoliquidität zu steigern und in aller Ruhe abzuwägen, wie der Geldsegen vernünftig eingesetzt werden könne.
Die Investoren würden enttäuscht auf die Ankündigung des Vorstandes reagieren. Das Papier notiere heute deutlich schwächer als der Gesamtmarkt. Das Engagement der Experten stehe unter keinem guten Stern. Aktuell würden sie deutlich hinten liegen.
Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" setzen auf eine Erholung und bleiben bei der Infineon-Aktie an Bord. (Ausgabe 138 vom 07.09.2010) (08.09.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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