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Mini-Futures auf USD/JPY: Dem Wachstum hinterher - Zertifikateanalyse


03.02.2023
BNP Paribas

Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein MINI-Long (ISIN DE000PH5STP2/ WKN PH5STP) sowie ein MINI-Short (ISIN DE000PE4K4T0/ WKN PE4K4T) auf das Währungspaar USD/JPY vor.

Wachstum ziehe Kapital an, sage man an der Börse. Und, füge der Währungsexperte hinzu, Wachstum lasse auch Währungen aufwerten. Eigentlich verständlich, denn wenn eine Volkswirtschaft wachse, würden die in ihr beheimaten Unternehmen in der Regel auch mehr Geld verdienen. Umsatz und Gewinn würden steigen, und das wiederum locke Investoren an. Sie würden ihr Geld unter anderem an der Börse des Landes anlegen. Dazu würden sie im Vorfeld ihre Heimatwährung in die Währung des Ziellandes tauschen. Und das wiederum lasse die Währung des Ziellandes aufwerten.

Gut sehen konnte man das in den zurückliegenden Monaten etwa am US-Dollar, so die Analysten der BNP Paribas. Weil sich die US-Wirtschaft 2022 tendenziell robuster habe entwickeln können als der Euroraum, habe der Dollar gegenüber dem Euro kräftig aufgewertet. Sowohl Euro-Anleger hätten aufgrund der besseren Wachstumszahlen ihr Geld in den USA investiert, wie auch Amerikaner selbst ihr Geld aus dem Ausland abgezogen hätten und zurück in die USA transferiert hätten. Experten würden in diesem Zusammenhang auch von der Repatriierung von Kapital sprechen. Auch die Anleger aus den USA hätten ihr Geld in Dollar zurücktauschen müssen, was die Nachfrage nach der US-Währung am Markt habe steigen lassen. Habe ein Dollar Anfang 2022 noch etwa 0,88 Euro gekostet, habe man im November schon über einen Euro hinlegen müssen. Mehr Nachfrage nach Dollar ergebe einen höheren Preis für den Dollar. Auch am Währungsmarkt würden also Angebot und Nachfrage den Preis einer Ware, in diesem Fall einer Währung bestimmen.


Der Dollar sei 2022 so zur stärksten Währung unter allen G10-Staaten avanciert. G10, das seien neben den USA die Länder Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, die Niederlande, Schweden und Japan. Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien und die Niederlande hätten dabei ja ohnehin nur eine Währung, nämlich den Euro.

Doch damit sei der Dollar global betrachtet nicht die stärkste Währung gewesen. Das seien im zurückliegenden Jahr vor allem die lateinamerikanischen Währungen, hier insbesondere der Brasilianische Real, der Mexikanische Peso, der Peruanische Sol und der Chilenische Peso gewesen. Sie hätten gegenüber dem Dollar aufgewertet und seien am Markt verstärkt nachgefragt worden. Dazu hätten vor allem bessere Wachstumszahlen der betreffenden Länder beigetragen. Das brasilianische und das peruanische Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnten nach den verfügbaren Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2022 jeweils um mehr als 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt haben, Chiles und Mexikos Wirtschaft seien demnach um die 2 Prozent gewachsen. Die USA hingegen dürften 2022 bei einem Plus von rund 1,5 Prozent liegen. Natürlich gebe es neben dem stärkeren Wirtschaftswachstum weitere Faktoren, die das Investorengeld nach Lateinamerika gelockt hätten. So auch die höheren Zinsen. In Brasilien würden die Leitzinsen immerhin bei über 13 Prozent, in Chile bei über 11 Prozent, in Mexiko bei 10,5 Prozent und in Peru bei 7,50 Prozent liegen. Auch der Umstand, dass Lateinamerika reich an Rohstoffen sei, habe nach den Embargos der westlichen Industrienationen gegen Russland Geld in die südliche Hemisphäre gelockt.

Japan gehöre zu den Favoriten. Stelle sich die Frage, welche Währungen 2023 unter dem Aspekt des Wirtschaftswachstums tendenziell aufwerten könnten. Werfe man einen Blick nach vorne und schaue sich die wichtigen Schwellenländer an, würden hier vor allem Indien, Brasilien und Indonesien auffallen. Unter den Industrieländern könnte Japan ein Wachstum verzeichnen, das über dem zehnjährigen Durchschnitt liege, so zumindest die Konsenserwartungen auf Bloomberg.

Diesen Ländern sollte daher im neuen Jahr auch besondere Aufmerksamkeit am Währungsmarkt zukommen. Für eine Yen-Aufwertung gegenüber dem US-Dollar spreche zudem noch die Nähe zu China. China werde zwar im laufenden Jahr in Sachen Wachstum eher enttäuschen, dürfte aber mit erwarteten 4,5 Prozent immer noch ordentlich zulegen. Insbesondere die Lockerung der COVID-Politik lasse noch Spielraum nach oben, wovon Japan profitieren könnte. "Die Erholung des Yen könnte sich fortsetzen, und im Laufe der Zeit dürfte die Wachstumsdynamik von China und von Währungen mit hohem China-Exposure unterstützend wirken", schätze etwa Sean Shepley, Investmentstratege bei Allianz Global Investors, die Aussicht ein. (Ausgabe Februar 2023) (03.02.2023/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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