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Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf BioNTech und Moderna - Mercks Wunderpille - Optionsscheineanalyse


07.10.2021
Bank Vontobel Europe AG

München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von BioNTech (ISIN US09075V1026/ WKN A2PSR2) und Moderna (ISIN US60770K1079/ WKN A2N9D9) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.

Seit Anfang 2020 werde der Alltag von vielen Menschen durch die Corona-Maßnahmen bestimmt. Bislang hätten lediglich mRNA- und Vektorimpfstoffe als Schutz zur Verfügung gestanden. Während laut der "NZZ" das Rennen um die Impfstoffe gegen Covid-19 längst gelaufen zu sein scheine und die mRNA-Vakzin-Hersteller BioNTech und Moderna in den westlichen Märkten den Großteil der Einnahmen für sich beanspruchen würden, sei der Wettbewerb um Medikamente noch in vollem Gange. Dies könnte sich nun jedoch ändern. So habe der US-Pharmakonzern Merck & Co. am 01.10.2021 bekannt gegeben, Erfolge bei der Behandlung von Covid-19-Patienten mit einem neuen Medikament (Molnupiravir) erzielt zu haben.

Laut dem "Handelsblatt" sei die Anzahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle durch die Einnahme des Medikaments um die Hälfte gesunken. Damit schneide das Präparat nur unwesentlich schlechter ab als die Antikörperprodukte, welche gemeinhin eine Wirksamkeit von rund 70 Prozent hätten. Aus diesem Grund wolle der Pharmakonzern in den USA schnellstmöglich die Zulassung des Medikamentes beantragen.

Die Zulassung wäre ein großer Erfolg im Kampf gegen die Pandemie. Das Medikament solle dabei zweimal täglich eingenommen werden, jeweils vier Pillen. Dabei solle es laut Merck & Co. genügen, wenn die Pille innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werde. So hätten an der Studie 775 erwachsene Personen teilgenommen, die aufgrund von Fettleibigkeit, Diabetes oder Herzerkrankungen zur Risikogruppe gehört hätten. Nur 7,3 Prozent der Patienten, die das Medikament erhalten hätten, hätten ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen oder seien innerhalb von 30 Tagen gestorben. Bei der Kontrollgruppe hingegen hätten sich die Zahlen auf 14,1 Prozent belaufen. Diese Zahlen würden das Unternehmen motivieren, möglichst bald eine Notfallzulassung des Produkts zu beantragen.

Scott Gottlieb, ehemaliger FDA-Vorsitzende und Aufsichtsrat bei Pfizer, spreche von einem phänomenalen Ergebnis. "Dies ist ein grundsätzlicher Game-Changer". Dabei müsse beachtet werden, dass das Medikament an Risikopatienten getestet worden sei.

Merck & Co. rechne damit, bis Ende des Jahres rund zehn Millionen Dosen produzieren zu können. Die US-Regierung habe bereits angekündigt, 1,7 Millionen Dosen zu kaufen, falls das Medikament zuglassen werde. Weitere 300.000 Dosen seien bereits für Australien vorreserviert. Auch andere Staaten hätten bereits Vorbestellungen getätigt oder seien in der Verhandlung.

Neben Merck & Co. würden aktuell laut dem "Handelsblatt" noch Pfizer und Atea Pharmaceuticals in Zusammenarbeit mit Roche ebenfalls ein Medikament entwickeln. Durch den Erfolg in der Studie dürfte sich Merck & Co. jedoch in eine vorteilhafte Ausgangslage positioniert haben, habe die "NZZ" verkündet. So sei das Unternehmen nach Bekanntgabe der vorläufigen Angaben im Tagesverlauf um 8,37% am Markt gestiegen. Besonders die einfache Verabreichung im Gegensatz zu Impfstoffen sowie die günstigeren Herstellungskosten sehe man hier als großen Vorteil. So habe Merck & Co. am 4. Oktober ein neues Zwölf-Monats-Hoch erreicht, berichte boerse.de.

Dies habe bei den Impfstoffherstellern Moderna und BioNTech vergangenen Freitag für eine starke Kurskorrektur gesorgt. Auch andere Impfstoffhersteller, die aktuell noch in der Entwicklung seien, wie CureVac, Novavax und Valnexa hätten vergangenen Freitag Kurskorrekturen in Kauf nehmen müssen. Dies könnte laut "Der Aktionär" damit zusammenhängen, dass die Impfbereitschaft im Falle einer Zulassung sinken könnte, denn im Falle eines schweren Verlaufs wäre eine potenziell wirksame Behandlung verfügbar.


Die Merck & Co.-Aktie werde aktuell bei USD 80,40 (06.10.2021) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei USD 83,10 (04.10.2021), das Jahrestief bei USD 67,03 (04.03.2021) gelegen. Bei Bloomberg würden 17 Analysten die Aktie auf "buy" und sechs Analyst auf "hold" setzen, null Analysten würden die Aktie auf "sell" setzen. Das Zwölf-Monats-Kursziel werde aktuell auf USD 94,20 gesetzt.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ9NFC3/ WKN VQ9NFC) auf BioNTech. Der Basispreis und der Knock out befänden sich bei USD 213,13. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 9,13. Der Geldkurs liege bei EUR 2,40. Der Briefkurs werde bei EUR 2,51 gesehen. Der Abstand zu Knock out liege bei 9,47%. (Stand: 07.10.2021, 13:07)

Interessant sei auch der Put-Optionsschein (ISIN DE000VX1WHL9/ WKN VX1WHL) auf die Aktie von BioNTech. Der Basispreis und der Knock out würden USD 258,42 betragen. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1, der Hebel bei 8,89. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 2,02 und der Briefkurs betrage EUR 2,13. Der Abstand zu Knock out laute 9,76%. (Stand: 07.10.2021, 13:07)

Außerdem sei der Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ9Q7A4/ WKN VQ9Q7A) auf Moderna interessant. Der Optionsschein habe einen Basispreis und einen Knock out von USD 284,21. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Hebel belaufe sich auf 13,55. Der Geldkurs liege bei EUR 2,16. Der Briefkurs werde bei EUR 2,24 gesehen. Der Abstand zu Knock out liege bei 4,07%. (Stand: 07.10.2021, 13:07)

Eine Investmentidee sei zudem der Put-Optionsschein (ISIN DE000VX1WMT2/ WKN VX1WMT) auf Moderna. Der Basispreis und der Knock out befänden sich bei USD 339,11, das Bezugsverhältnis bei 0,1 und der Hebel bei 6,31. Der Geldkurs betrage EUR 3,64 und der Briefkurs EUR 3,72. Der Abstand zu Knock out befinde sich bei 14,49%. (Stand: 07.10.2021, 13:07)

Ausgewählte Risiken:

Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen ist von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen hat. Der Aktienkurs kann sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen können.

Emittenten-/Bonitätsrisiko: Anleger sind dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen können. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde kann im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Das Produkt unterliegt als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 06.10.2021) (07.10.2021/oc/a/a)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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