hier die Fakten zur Einigung: minus 6,5 % Lohn 38 Stundenwoche ohne Lohnausgleich Ausgliederung der 50000 in T-Service zum 1.Juli Kündigungsschutz bis 2012
in meinen Augen ein Teilerfolg für Herr Obermann immerhin hat man gegen den starken Widerstand der Gewerkschaft eine Lohnkürzung bei längerer Arbeitszeit durchgesetzt
der Kündigungsschutz bis 2012 ist wohl nur ein Papyrussieg für Verdi.....sollte die Telekom den Laden ganz verkaufen
Deutsche Wirtschaft ist, dass ein Lohnverzicht herbeigeführt wurde. Anders geht es im Rahmen der Globalisierung und des enormen Wettbewerbsdrucks einfach nicht mehr, das muss auch Ver.di einsehen.
--> Und ab 2010 könnte die DT die Service-Gesellschaften verkaufen und somit nochmal 50.000 Leute weniger beschäftigen! Ich glaube, dass die DT vielleicht 500 bis 900 Mio Euro dieses, nächstes und übernächstes Jahr einsparen kann, aber in drei Jahren steigt das EInsparungspotenzial wohl nochmal auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro, wenn die Service Gesellschaften nämlich an externe Betreiber verkauft werden! Oh man! Endlich kommt Schwung in den rosa Riesen!!!
Deutsche Telekom Ag ROUNDUP 2: Einigung zwischen Telekom und ver.di über Konzernumbau
BAD NEUENAHR (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di haben ihren Streit über die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in Service-Gesellschaften mit einem Kompromiss beigelegt. Das Einkommensniveau sinke um 6,5 Prozent, sagte ver.di- Verhandlungsführer Lothar Schröder am Mittwochmorgen nach Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr. Zugleich werde die wöchentliche Arbeitszeit um 4 auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich erhöht, wie Personalvorstand Thomas Sattelberger mitteilte. Der Kündigungsschutz soll bis Ende 2012 fortgeführt werden. Der Samstag soll zu einem Kundendienst-Tag werden.
Um den massiven Umbau hatte es ein monatelanges Tauziehen und wochenlange Streiks gegeben. Die Telekom hatte zunächst deutlich höhere Einbußen beim Einkommen gefordert. Die Lohnabsenkung solle "sozialverträglich abgefedert werden", sagte Sattelberger. Für die Service-Einheiten solle ein Verkaufsschutz zunächst bis 2010 gelten.
Die Telekom will bereits zum 1. Juli 50.000 Mitarbeiter in drei Service-Gesellschaften ausgliedern. Hierdurch sollen Kosten in Höhe von 500 Millionen bis 900 Millionen eingespart und der Service des Unternehmens verbessert werden. Am Nachmittag tritt in Köln die Große Tarifkommission von ver.di zusammen, um über die erzielte Lösung zu beraten. Abschließend werden die ver.di-Mitglieder in der kommenden Woche in einer Urabstimmung befragt.
Seit mehr als fünf Wochen streikten täglich bis zu 16.000 betroffene Telekom-Mitarbeiter gegen den Stellenumbau. Die Arbeitsniederlegungen wurden inzwischen heruntergefahren und sollen an diesem Freitag ganz eingestellt werden./ls/DP/sf
Die 15 Euro sollten bis Ende Juni kein Problem mehr darstellen! Die 20 Euro sind das nächste Ziel! Vielleicht gibt´s ja eine kleine Sommerrallye und die DT ist ganz vorne mit dabei ;-) WKN: CB8207
unfassbar was die arbeitnehmer für vergünstigungen haben.
warum werden selbständige ob der ganzen arbeitslast und der risiken nicht steuerlich begünstigt? selbständige ernähren unseren staat und die wirtschaft, sind der motor des ganzen und werden nur abgestraft.
München (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der HypoVereinsbank stufen die Aktie der Deutschen Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) mit "hold" ein. Presseartikeln zufolge hätten ver.di und das Management der Deutschen Telekom gestern eine Einigung erzielt. Demnach solle die Arbeitsplatzgarantie ausgeweitet werden, wenn eine Lösung im Streit um T-Service gefunden werden könne. Das Management der Deutschen Telekom plane die Einrichtung des Geschäftssegments T-Service mit niedrigeren Gehältern und längeren Arbeitszeiten (38 Stunden statt 34 Stunden je Woche). Nach der gestrigen Vereinbarung solle die Arbeitsplatzgarantie für jene Angestellten, die zu T-Service wechseln würden, statt bis 2011 bis 2012 gelten. Nach Einschätzung der Analysten sei nach dieser ersten Vereinbarung auch eine endgültige Einigung in Sicht, die in Kürze angekündigt werden könne. Es sei lediglich die Frage, zu welchen Bedingungen sich die beiden Parteien einigen würden. Man gehe nicht davon aus, dass das Management der Deutschen Telekom hierbei einen klaren Sieg davon tragen werde. Man sehe das Kursziel der Unternehmensaktie bei 14,00 EUR. Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten der HypoVereinsbank die Deutsche Telekom-Aktie mit "hold". (Analyse vom 19.06.07) (19.06.2007/ac/a/d)
BAD NEUENAHR (dpa-AFX) - Nach einem monatelangen Arbeitskampf haben die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di ihren Streit über den massiven Stellenumbau beigelegt. Bei den Verhandlungen im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr einigten sich die Tarifpartner am Mittwoch in der Frage der umstrittenen Auslagerung von 50 000 Mitarbeitern in Service-Betriebe auf einen Kompromiss: Danach sinkt das Einkommensniveau um 6,5 Prozent, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach einem Verhandlungsmarathon von acht Tagen. Die Arbeitszeit in den neuen Gesellschaften werde um 4 Stunden auf 38 Wochenstunden ohne Lohnausgleich verlängert, fügte Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger hinzu. Der Samstag solle zu einem Kundendienst-Tag werden.
Die Telekom hatte ursprünglich deutlich höhere Einbußen beim Einkommen verlangt, zunächst waren es zwölf Prozent, dann neun Prozent. Nun sollen die Einkommenseinbußen in den ersten 18 Monaten durch einen Ausgleichsfonds zu 100 Prozent abgefedert werden, berichtete Schröder. Diese Zahlungen sollen dann bis Ende 2010 schrittweise auf Zwei Drittel abgesenkt und ab 2011 ganz entfallen. 'Die Gehälter der Beschäftigten sind gesichert', sagte er. Sie könnten darauf vertrauen, dass auf dem Weg in die neuen Gesellschaften kein Griff in ihre Geldbeutel erfolgt. Der Gewerkschafter bedankte sich zugleich bei den Streikenden. Sie hätten den Kompromiss erstritten und die Lösung möglich gemacht.
'BEIDE SEITEN HABEN FEDERN GELASSEN'
Personalvorstand Sattelberger begrüßte die Einigung, schränkte aber ein, bei einem Kompromiss gebe es nie strahlende Gewinner. 'Beide Seiten haben Federn gelassen', sagte er. 'Wir haben 50 000 Arbeitsplätze im Konzern gesichert und die Basis für Neueinstellungen geschaffen'. Zugleich betonte der Manager, der erst Anfang Mai zur Telekom gekommen war, dass 'der finanzielle Zielkorridor des Sparprogramms ordentlich getroffen' wurde. Die Telekom will durch den Umbau zwischen 500 Millionen und 900 Millionen Euro einsparen. Weitere Details nannte er nicht.
Die Große Tarifkommission von ver.di wollte noch am Nachmittag in Köln über das Ergebnis in Köln beraten. 'Wir werden dem Gremium die Annahme empfehlen', sagte Schröder, der auch stellvertretender Vorsitzender des Telekom-Aufsichtsrates ist. Er zeigte sich dabei zuversichtlich, dass die Tarifkommission die Lösung absegnen werden. Damit könnten die mehr als fünf Wochen andauernden Streiks schon bald beendet werden. Hierüber werden die
Beschäftigten aber noch in einer Urabstimmung abschließend befragt.
KOSTENEINSPARUNG
Neben der Kosteneinsparung ist das Ziel der Telekom, die Serviceleistungen wesentlich zu verbessern. Die Telekom hatte im Festnetzgeschäft allein im vergangenen Jahr mehr als 2 Millionen Kunden verloren und will durch diese Maßnahmen den Wettbewerbern Paroli bieten. Der neue Kundentag am Samstag gehört zur serviceorientierten Flexibilisierung der Arbeitszeiten. So sollen Auftragsspitzen deutlich besser abgefedert werden.
Wie Schröder sagte, sei zwischen den Tarifpartnern außerdem verabredet worden, die ausgeweiteten Arbeitszeiten auch zur Qualifizierung der Mitarbeiter zu nutzen. Ferner verständigten sich beide Seiten auf eine so genannte 'Beschäftigungsbrücke' für Nachwuchskräfte, wodurch mehr als 4000 Neueinstellungen möglich würden. Dabei werden die Einstiegsgehälter um mehr als 30 Prozent auf 21 400 bis 23 200 Euro abgesenkt. 'Wir haben aber verhindert, dass es auf Billiglohnniveau Neueinstellungen gibt', unterstrich Schröder.
Als 'fast einmalig in Deutschland' bezeichnete Sattelberger die getroffenen Sicherungsregelungen für die Beschäftigten der T-Service- Gesellschaften. Der Kündigungsschutz wurde bis Ende 2012 ausgeweitet und betrage somit fünfeinhalb Jahre. 'Das bietet unseren Beschäftigten ein wichtige Planungssicherheit für sie selbst und ihre Familien', sagte Sattelberger. Jetzt komme es darauf an, 'dass wir durchstarten für den Kunden'. Für die Service-Einheiten solle ein Verkaufsschutz zunächst bis 2010 gelten.
BÖRSE REAGIERT POSITIV
Die Aktien der Deutschen Telekom haben am Mittwoch von der Einigung mit ver.di zum Konzernumbau profitiert. Die Anteile an dem Telekomunternehmen zählten gegen 12.00 Uhr mit plus 1,16 Prozent auf 13,92 Euro zu den Favoriten im DAX.
'Hauptsache der Streik ist vorbei - das schiebt die Aktien weiter nach oben', sagte ein Händler. 'Die T-Services-Idee ist sinnvoll für die Telekom. Die Einigung ist somit positiv, erfüllt aber im Wesentlichen die Erwartungen seit der ersten Ankündigung im Oktober 2006', sagte JP-Morgen-Analyst Hannes Wittig. Allerdings sei es positiv für die Aktionäre, dass die Pläne der Telekom weitgehend durchgesetzt wurden und der Ex-Monopolist auch als hochprofitables Unternehmen die Lohnkosten weiter senken kann./ls/DP/sk
für die Deutsche Telekom. In Zeiten wie heute, wo die Wirtschaft boomt, Mehrarbeit und Einkommenssenkungen durchzusetzen, ist schon ein knallharter Job. Dass man die Verhandlungen so gestaltet hat, dass auch Verdi nicht das Gesicht verliert, ist ebenfalls gut. Man möchte ja auch in Zukunft motivierte Mitarbeiter haben.
Dies war nach meiner Einschätzung eindeutig der unangenehmste und schwierigste Teil der Sanierung. Da man den geschafft hat, gehe ich davon aus, dass auch die nächsten Schritt gelingen werden und wir in ein bis zwei Jahren wieder eine gesunde DTAG haben werden.
Werden meine Engagement bei der DTAG STück für Stück erhöhen, möglichst ehe sich allgemein herumspricht, dass der Trun-Around gelungen ist. Bei stabil bleibendem Marktumfeld sehe ich bei der DTAG durch Chancen von 50 bis 70% Kurssteigerung in den nächsten 6 bis 12 Monaten.
wie kann Telekom auf 15 Euro kommen? Da fress ich einen Besen!!! Ich bin kein Aktienanalyst, aber der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass die ganzen Telefongesellschaften gar keine Zukunft mehr haben. Wo soll denn bitteschoen der Verdienst liegen? Man muss doch als Unternehmer Gewinne machen. Wenn man mit SKYPE rund um die Welt fast kostenlos telefonieren kann und bald auch nicht nur uebern PC sondern auch vom Festanschluss und die Gewerkschaften immer mehr Forderungen stellen, sowie die Kunden zur Konkurrrenz laufen und TELEKOM auch nicht stuetzen, dann hat so ein Unternehmen einfach keine Zukunft.
Die sollten 45 Stunden in der Woche arbeiten und nicht 38. Was fuer ein toller Kompromiss.!! In zwei Jahren sind die Pleite+++
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der WestLB stufen die Aktie von Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) unverändert mit "hold" ein und bestätigen das Kursziel von 13 EUR. Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft ver.di hätten mitgeteilt, eine Vereinbarung über die Auslagerung von 50.000 Mitarbeitern in Service-Gesellschaften getroffen zu haben. Insgesamt sehe die Einigung nach einem fairen Kompromiss aus. Unter dem Strich dürfte es keinen signifikant positiven Effekt auf den Aktienkurs geben. Da zumindest das untere Ende der geplanten Kosteneinsparungen von 500 bis 900 Mio. EUR scheinbar erreicht werden könnte, hänge der eigentliche Erfolg hauptsächlich davon ab, ob die normale Fluktuation unter den Angestellten nach der Vereinbarung ansteigen werde und wie erfolgreich die Deutsche Telekom bestimmte Dienstleistungen selbst ausführen könne. Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der WestLB die Aktie von Deutsche Telekom weiterhin zu halten. (Analyse vom 20.06.07) (20.06.2007/ac/a/d)
LONDON (dpa-AFX) - Dresdner Kleinwort hat Aktien der Deutschen Telekom mit 'Buy' und einem Kursziel von 16,50 Euro bestätigt. Die Übereinkunft zwischen Management und Gewerkschaft bezüglich der Konditionen für das T-Service-Restrukturierungsprojekt werde sich positiv auf die Aktie auswirken, schrieb Analyst Ulrich Rathe in einer Studie vom Mittwoch.
Gegen eine beispiellose Opposition habe die Geschäftsführung durch Lohnsenkungen bei längeren Arbeitszeiten Einsparungen von über 550 Millionen Euro ausgehandelt. Dies sollte das Vertrauen des Marktes in die Durchsetzungsfähigkeit des neuen Managements stärken.
Gemäß der Einstufung 'Buy' wird die Aktie nach Einschätzung der Dresdner-Kleinwort-Analysten in den kommenden zwölf Monaten um mindestens zehn Prozent steigen./gl/ck
KÖLN (dpa-AFX) - Die Große Tarifkommission von ver.di hat dem Kompromiss zum Stellenumbau bei der Deutschen Telekom zugestimmt und damit den Weg für ein Ende der Streiks frei gemacht. Nach einer mehrstündigen Sitzung am Mittwoch in Köln habe das Gremium mit überwältigender Mehrheit entschieden, die mit der Telekom erzielte Lösung anzunehmen, sagte ver.di-Bundesvorstand Lothar Schröder am Ende der Sitzung am Mittwoch in Köln. Er betonte erneut, dass die Entgelte trotz einer Absenkung des Lohnniveaus von 6,5 Prozent für die von der Auslagerung betroffenen Mitarbeiter gesichert bleiben./ls/DP/wiz
BAD NEUENAHR (dpa-AFX) - Nach monatelangem Streit und Arbeitskampf haben sich Telekom und ver.di über die Konditionen der Auslagerung von 50.000 Beschäftigten in neue Service-Töchter geeinigt. Danach sinkt das Einkommensniveau um 6,5 Prozent bei einer Ausweitung der Wochenarbeitszeiten um vier auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich. Durch Zahlungen aus einem Ausgleichsfonds und Zuschläge aus künftigen Tarifrunden würden die Einkommen auf dem jetzigen Niveau gesichert, sagte ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach einem achttägigen Verhandlungsmarathon im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr. T-Service soll am 1. Juli an den Start gehen. Die Telekom verspricht sich vom Umbau Einsparungen zwischen 500 und 900 Millionen Euro.
Die Große Tarifkommission von ver.di stimmte am Mittwochnachmittag dem Kompromiss zu. Nach einer mehrstündigen Sitzung in Köln habe das Gremium mit überwältigender Mehrheit entschieden, die mit der Telekom erzielte Lösung anzunehmen, sagte Schröder nach dem Ende der Sitzung in Köln. Damit könnten die mehr als fünf Wochen andauernden Streiks schon bald beendet werden. Hierüber werden die Beschäftigten aber noch in einer Urabstimmung abschließend befragt.
Telekom-Personalvorstand Sattelberger begrüßte die Einigung im Tarifstreit, schränkte aber ein, bei einem Kompromiss gebe es nie strahlende Gewinner. 'Beide Seiten haben Federn gelassen', sagte er. 'Wir haben 50.000 Arbeitsplätze im Konzern gesichert und die Basis für Neueinstellungen geschaffen'. Zugleich betonte der Manager, der erst Anfang Mai zur Telekom gekommen war, dass 'der finanzielle Zielkorridor des Sparprogramms ordentlich getroffen' wurde. Weitere Details nannte er nicht.
Die Telekom hatte ursprünglich deutlich höhere Einbußen beim Einkommen verlangt - zunächst waren es zwölf Prozent, dann neun Prozent. Nun sollen Gehaltskürzungen in den ersten 18 Monaten durch einen Ausgleichsfonds zu 100 Prozent abgefedert werden, berichtete Schröder. Diese Zahlungen sollen dann bis Ende 2010 schrittweise auf Zwei Drittel abgesenkt und ab 2011 ganz entfallen. 'Die Gehälter der Beschäftigten sind gesichert', sagte er. Die betroffenen Telekom- Beschäftigten könnten darauf vertrauen, dass auf dem Weg in die neuen Gesellschaften kein Griff in ihre Geldbeutel erfolgt. Der Gewerkschafter bedankte sich zugleich bei den Streikenden. Sie hätten den Kompromiss erstritten und die Lösung möglich gemacht.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) begrüßte den Einigung als 'sehr vernünftige Lösung der Tarifparteien'. Beide Seiten hätten eine gute Lösung für Arbeitnehmer, Arbeitsplätze und das Unternehmen erzielt, sagte Steinbrück in Berlin. Es sei klug gewesen, dass die Politik die Beratungen nicht mit permanenten Ratschlägen belastet habe. Der Bund hält derzeit noch direkt oder indirekt rund 30 Prozent der Telekom-Anteile.
An der Börse führte die Einigung zu Kursaufschlägen bei den Telekom-Aktien. Während der Deutsche Aktienindex (DAX) neuen Rekorden zustrebte, legten die Telekom-Papiere im Handelsverlauf um 1,09 Prozent auf 13,91 Euro zu. Nach dem nahenden Ende des Streiks bei der Telekom werde der Abbau der bislang liegen gebliebenen Arbeit Schätzungen zufolge etwa zwölf Wochen dauern, sagte der stellvertretende ver.di-Landesleiter Saar, Kurt Hau, am Mittwoch.
Neben der Kosteneinsparung ist das Ziel der Telekom, die Serviceleistungen wesentlich zu verbessern. Die Telekom hatte im Festnetzgeschäft allein im vergangenen Jahr mehr als 2 Millionen Kunden verloren und will durch diese Maßnahmen den Wettbewerbern Paroli bieten. Hierzu gehört unter anderem die Ausweitung der Regelarbeitszeiten auf den Samstag. So könnten Auftragsspitzen deutlich besser abgefedert werden, betonte Sattelberger.
Nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei Wettbewerbern der Telekom sorgt die Einigung derweil für Aufatmen. 'Die Branche ist heilfroh, dass der Streik vorbei ist', sagte ein Branchenkenner. So seien andere Anbieter bei der Aufschaltung von DSL-Anschlüssen auf die Telekom-Techniker angewiesen und hätten in den vergangenen Wochen mit Verzögerungen leben müssen. Die Einigung selbst sieht der Experte als einen 'wichtigen ersten Schritt dazu, dass die Telekom von ihren Kosten runterkommt', es müssten aber noch weitere Schritte folgen. Zwar könnten Einschnitte für die Beschäftigten möglicherweise auch zu Lasten der Servicequalität gehen, das Unternehmen habe aber keine andere Wahl, sagte der Experte. 'Sie steht unter einem enormen Kostendruck.'
Als 'fast einmalig in Deutschland' bezeichnete Sattelberger die getroffenen Sicherungsregelungen für die Beschäftigten der T-Service- Gesellschaften. Der Kündigungsschutz wurde bis Ende 2012 ausgeweitet und betrage somit fünfeinhalb Jahre. 'Das bietet unseren Beschäftigten ein wichtige Planungssicherheit für sie selbst und ihre Familien', sagte Sattelberger. Jetzt komme es darauf an, 'dass wir durchstarten für den Kunden'. Für die Service-Einheiten solle ein Verkaufsschutz zunächst bis 2010 gelten.
Wie Schröder weiter sagte, erklärte sich die Telekom bereit, mehr als 4.000 Nachwuchskräfte einzustellen. Dabei sollen die Einstiegsgehälter um mehr als 30 Prozent rund 21.000 bis 23.000 Euro abgesenkt werden. 'Wir haben aber verhindert, dass es auf Billiglohnniveau Neueinstellungen gibt', unterstrich Schröder./ls/DP/she