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23.01.2025
Discount-Zertifikat auf SUSS MicroTec: Trübe Perspektiven belasten - Zertifikateanalyse
ZertifikateJournal
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www.zertifikatecheck.de
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Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe ein Discount-Zertifikat (ISIN DE000DJ8ZHH5/ WKN DJ8ZHH) von der DZ BANK auf die SUSS MicroTec-Aktie (ISIN DE000A1K0235/ WKN A1K023) als "pick of the week" vor.
Eine Achterbahnfahrt habe in den vergangenen Tagen die Aktie von SUSS MicroTec hingelegt. Die Papiere - ohnehin schon schwach ins neue Jahr gestartet - würden nach negativen Analystenkommentaren auf den tiefsten Stand seit April 2024 rutschen. Zunächst habe die Schweizer Bank UBS mit einer Verkaufsempfehlung für den Titel und der Prognose für Gegenwind im Jahr 2025 die Anleger ernüchtert. Dann habe auch noch das Analysehaus Jefferies sein Kaufvotum kassiert. Bei dem Halbleiterausrüster erschienen die durchschnittlichen Marktprognosen für 2025 durch den Auftragsbestand zwar gut untermauert, doch der Fokus richte sich schon auf 2026, in dem es mehr Grund zur Sorge geben dürfte, so die Experten.
Kurz danach habe das Management mit starken Zahlen gekontert. Der Umsatz habe 2024 voraussichtlich 445 Mio. Euro betragen. Angepeilt habe SUSS lediglich 380 Mio. bis 410 Mio. Euro. Die Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) liege bei etwa 17,5 Prozent und falle damit auch besser aus als zuletzt in Aussicht gestellt (maximal 16 Prozent). 2023 habe der Konzern etwas mehr als 300 Mio. Euro umgesetzt und eine Marge von 9,1 Prozent erzielt. Der Ordereingang im vierten Quartal sei auf 147 Mio. Euro gestiegen, wodurch sich ein Gesamtauftragseingang von 423 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2024 ergebe.
Angesichts der starken Zahlen überrasche es nicht, dass die Aktie in einer ersten Reaktion um mehr als ein Drittel nach oben geschossen sei. Zur Erleichterung der Anleger sei eine Welle an Shorteindeckungen gekommen. Doch als die Analysten ihre Zweifel an den 2025er Perspektiven erneuert hätten, habe die Aktie mehr als die Hälfte ihrer Gewinne wieder eingebüßt. In der Tat lasse das Book-to-Bill-Ratio von 0,95 - hier würden die Ordereingänge ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt - auf ein schrumpfendes Geschäft schließen. Alternativ zur Aktie biete sich daher ein Discounter an, der in knapp einem Jahr bei einem erheblichen Risikopuffer die Chance auf 16 Prozent biete. (Ausgabe 03/2025) (23.01.2025/zc/a/a)
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