Der Auslöser für den Verkaufsdruck in der US-Währung war bereits am Morgen, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) überraschend frühzeitige die Leitzinsen auf 3,25% nach bisher 3% erhöht hatte.
Das ist die erste Zinserhöhung seit März 2008. Gleichzeitig hat sich mit der RBA die erste Notenbank eines G-20-Staats von der expansiven Geldpolitik seit Beginn der Finanzkrise verabschiedet. Die Commerzbank geht davon aus, dass bereits in diesem Jahr noch eine zweite Zinserhöhung folgen wird. Auch der Yen und der Schweizer Franken profitieren von der Schwäche im Dollar.
"Die US-Währung leidet nach der Zinserhöhung in Australien verstärkt unter ihrem Status als Finanzierungswährung für Carry Trades", sagt ein Händler. Bei diesen Zinsdifferenzgeschäften verschulden sich Investoren in niedrig verzinsten Währungen wie dem Dollar und legen diese Mittel in höher verzinsten Währungen wie dem australischen oder neuseeländischen Dollar oder auch dem Euro an.
- Nachlassende Dynamik (Verengung der Bollinger Bands) - Anstossen am oberen BB - Jahreshoch vom 23.9. konnte nicht überwunden werden - Tagescandles vom 8./9.10. erinnern an eine "tweezer" Formation, die eine kurzfristige Umkehr andeutet - Kerze vom Freitag, 9.10. würde ich nicht als positiven "hammer" lesen, da sie zu sehr von der Donnerstagskerze eingehüllt wird. (beinahe inside candle). Ein Hammer braucht seitlich Platz zum Ausholen. - Momentumindikatoren (Stoch und RSI) indizieren nachlassenden Auwärtdruck.
Fazit:
Das kurze "Drüberschauen" über das obere BB mit anschließendem Rückzug am Freitag legt einen Rückgang bis zunächst an das untere BB bei 1,455 nahe. Dazwischen Verhalten im Bereich 1,467 beobachten, ob er dort intraday wieder nach oben dreht, denn in diesem Fall könnte es direkt weiter nach oben gehen.
Der Euro legt am Montagmittag zum Dollar deutlicher zu.
Sowohl die Kursgewinne an den Aktienmärkten nach guten Zahlen von Philips wie ein weiteres Verkaufsinteresse in der Carry-Währung Dollar werden als Grund genannt, warum der Euro zum Dollar zulegt.
Nach Einschätzung der Commerzbank spricht einiges für eine Seitwärtsbewegung von EUR/USD. Die jüngsten Positionierungsdaten der spekulativen orientierten Händler deuteten weiterhin auf eine ausgeprägte USD-Short-Positionierung hin, während die Investoren im Euro long sind.
Damit sollte es für das Währungspaar nach wie vor schwierig sein, deutlich über 1,48 USD zuzulegen. An der generellen Situation, dass der Dollar unter seinen niedrigen Finanzierungskosten leide, ändere das aber nichts.
Istanbul (Reuters) - Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Axel Weber im dritten Quartal im Wachstum kräftig zulegen.
Der steile Absturz der Wirtschaft sei "zum Ende gekommen", sagte Weber am Samstag am Rande der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Istanbul. "Wir sind jetzt in einer Stabilisierungs-, in einer Erholungsphase", sagte er. Nach der überraschenden Rückkehr ins Wachstum im zweiten Quartal werde das deutsche Wirtschaftswachstum im dritten Quartal "noch einmal eindeutig stärker sein". Er rechne mit einem Zuwachs von etwa 0,75 Prozent nach plus 0,3 Prozent im zweiten Quartal.
Die Golfstaaten erwägen einem Zeitungsbericht zufolge, den
Dollar als Handelswährung für Öl abzuschaffen.
Stattdessen solle ein Mix aus Währungen wie dem chinesischen Yen, dem Euro und Gold an seine Stelle treten, berichtet die britische Tageszeitung "The Independent" unter Berufung auf Bankenkreise in Hongkong.
"Die Erholung an den Aktienmärkten stützt den Euro", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Insgesamt sei der Handel am Markt aber sehr dünn. Deshalb seien die Bewegungen etwas überzeichnet.
Der Start in die neue Woche sei wegen eines US-Feiertags eher impulsarm, schließlich fehlten wichtige Marktteilnehmer. Zudem standen zu Wochenbeginn auch keine entscheidenden Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an.
"Mit Werten um 1,47 Dollar hat der Euro offensichtlich sein Wohlfühlniveau gefunden", betonte Praefcke.