"Es herrscht Ruhe an allen Fronten", beschreibt die Marktteilnehmerin das nachweihnachtlich dünne Geschäft. Die Liquidität, mit der die Euronotenbank den Interbankenmarkt im Lauf des Jahres mit ihren Jahrestendern geflutet habe, werde die Tagesgeldsätze bis weit ins kommende Jahr hinein auf diesem niedrigen Niveau halten.
Diese komfortable Ausstattung zeigt sich auch beim Blick auf das Volumen der Einlagenfazilität der EZB. Sie erhöhte sich abermals und belief sich am Sonntag auf 164,1 Mrd EUR nach 151,3 Mrd EUR am Mittwoch.
Die relativ positive Stimmung an den Aktienmärkten und die verbesserten konjunkturellen Aussichten hätten den Euro gestützt, sagten Händler. Die Risikoneigung an den Märkten habe etwas zugenommen. In dieses Bild passte auch das stärker als erwartet gestiegene Verbrauchervertrauen in den USA im Dezember.
In den USA ist der vom Forschungsinstitut Conference Board ermittelte Index von revidiert 50,6 Punkten im Vormonat auf 52,9 Punkte geklettert. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 52,0 Punkte erwartet.
Damit leitet die EZB ihren schrittweisen Rückzug vom Geldmarkt ein und signalisiert zugleich, dass die Banken bald wieder auf eigenen Füßen stehen müssen. Weitere Schritte weg von der Rundum-Versorgung dürften folgen. Ziel der Notenbanker ist es, zu einer Situation wie vor der Krise zurückzukehren. Irgendwann im Lauf des Jahres 2010 dürfte die Vollzuteilung wegfallen – die Banken müssen also wieder wie vor der Krise um das Zentralbankgeld wetteifern.
Eine besonders gewichtige Nachbesetzung gibt es dann 2011: Ende Oktober wird EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in den Ruhestand treten. Als sein Nachfolger wird der Chef der Deutschen Bundesbank Axel Weber gehandelt.
Die Europäische Zentralbank hat als Erste konkrete Schritte des Ausstiegs aus den massiven Liquiditätshilfen für das Bankensystem angekündigt.
So ging schon vor Weihnachten der letzte Jahrestender über die Bühne, bereits nicht mehr zum Leitzins, sondern zu einem Zinssatz, der an die künftige Leitzinsentwicklung gekoppelt ist.
30.12.2009 Seoul (aktiencheck.de AG) - Die südkoreanische Industrieproduktion hat im November 2009 einen kräftigen Anstieg verzeichnet. Dies teilte die nationale Statistikbehörde am Mittwoch mit.
Binnen Jahresfrist wuchs der Output um 17,8 Prozent, nach einem Plus von 0,2 Prozent im Oktober. Volkswirte waren lediglich von einem Zuwachs um 16,5 Prozent ausgegangen.
Im Vormonatsvergleich erhöhte sich die Industrieproduktion um 1,4 Prozent, wogegen sie im Oktober um 3,8 Prozent geschrumpft war.
Bei der letzten Parlamentssitzung des Jahres am 28. Dezember haben die ungarischen Abgeordneten wichtige Beschränkungen für den Finanzmarkt beschlossen.
Das neue Gesetz betrifft in erster Linie Privatkunden und regelt die Begrenzung von Hypothekendarlehen und Leasinggeschäften und soll die Dominanz von schwankungsanfälligen Devisenkrediten bekämpfen.
Ab März wird danach bei den Banken ein neues Berechnungssystem eingeführt, das ab 1. Juni die Höhe der Ratenbelastung für private Haushalte gesetzlich beschränkt. Nach einem vorgegebenen Schlüssel wird ein "Kreditlimit" für den Kunden ermittelt, das sich nach seinem tatsächlich verfügbaren Einkommen richtet und wovon höchstens 80% als Kredit ausgereicht werden dürfen. Außerdem darf die Gesamtsumme eines Kredites auf eine Liegenschaft nicht mehr als 75% ihres Verkehrswertes betragen, wenn der Kredit auf Forintbasis abgeschlossen worden ist.
Auf Euro lautende Kredite dürfen dann nur noch 60% des Immobilienwertes betragen, bei anderen Fremdwährungen (z.B. die früher besonders beliebten Schweizer Franken) dürfen es dann nur noch 45% sein.
Ähnliches gilt dann beim Leasing von Fahrzeugen für den privaten Gebrauch. Nur 80% des Vertragswertes des Autos dürfen dann noch kreditiert werden (bei HUF), 65% bzw. 50% bei EUR bzw. sonstigen Fremdwährungen. Die maximale Laufzeit für Fahzeugleasing wird auf sieben Jahre beschränkt. Das Gesetz ist auch zu Stande gekommen, da die Regierung die freiwillige Selbstverpflichtung der Banken für nicht ausreichend hält, um zukünftig eine "verantwortliche Kreditvergabe" zu gewährleisten.
US-Notenbank will Liquidität aufsaugen 30. Dezember 2009, 14:52 Uhr
Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) bereitet sich offenbar auf einen Kurswechsel in der Geldpolitik vor. Gerade gab die Zentralbank die geplante Einrichtung eines neuen Finanzinstruments bekannt.
Dem Bericht zufolge verglich Fed-Chef Ben Bernanke die Einlagen mit Festgeld-Zertifikaten, die Privatkunden bei normalen Banken erwerben können. Die sogenannten Term Deposits sollen nach dem Willen der Fed gestaffelte Laufzeiten zwischen einem Monat und sechs Monaten haben.
Fed-Chef Bernanke und andere Währungshüter hatten zuvor mehrfach wiederholt, dass Term Deposits zu gegebener Zeit eines der Instrumente für eine Reduzierung der Liquidität sein könnten.
Euro sinkt unter 1,44 Dollar - Positive US-Arbeitsmarktdaten belasten
In der abgelaufenen Woche waren in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend um 22.000 auf 432.000 gefallen. Experten hatten hingegen mit 460.000 gerechnet.
Marktteilnehmer beschrieben den Handel am letzten Tag des laufenden Jahres als extrem dünn.
Das Regime in Nordkorea versucht, mit einem seit Anfang des Jahres geltenden Verbot sämtlicher ausländischer Zahlungsmittel durch Zwangsumtausch schnell an Devisen zu gelangen.
Betroffen sind vor allem die städtischen Eliten, die ihr Erspartes oft in chinesischen Yuan oder Euro angelegt haben.
Das Devisenverbot soll je nach Quelle Ende Dezember oder Anfang Januar in Kraft getreten sein. Ausländische Währungen auch im Besitz von Ausländern muss umgehend zum offiziellen Kurs in nordkoreanische Won umgetauscht werden. Bereits Ende November hatten viele Nordkoreaner grosse Teile ihres bescheidenen Vermögens bei einer Währungsreform verloren.
Während Unternehmen und Unternehmensverbände im Euro-Raum regelmäßig beklagen, dass eine übermäßige Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe den Aufschwung gefährde, nehmen EZB und Bundesbank die Banken in Schutz. Sie führen die schwache Kreditentwicklung überwiegend auf mangelnde Kreditnachfrage zurück. Trotzdem haben aber sowohl EZB-Chef Jean-Claude Trichet als auch Bundesbankpräsident Axel Weber die Banken wiederholt und nachdrücklich aufgefordert, die erhaltenen Hilfen zu nutzen, um Kredite zu vergeben und dafür lieber weniger Boni und Dividenden auszuschütten.
Der Euro setzt beim Übergang in den europäisch geprägten Handel am Dienstagmorgen die Erholungsbewegung gegen den Dollar vom Vortag tendenziell fort. Noch sei es zu früh, um zu beurteilen, ob diese Entwicklung Bestand habe, heißt es im Handel.
Allerdings sei klar, dass die Aufwärtsbewegung des Greenback erst einmal einen kleinen Dämpfer erhalten habe. Auslöser hierfür seien Kommentare der US-Notenbank in Reaktion auf die jüngsten Konjunkturdaten gewesen.
Im kommenden Jahr gibt es eine weitere Besetzungsrunde. Dann läuft der Vertrag von Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler aus. Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin wird dann zum zweiten Mal die Möglichkeit haben, eine der hochdotierten Positionen in der Bundesbank zu besetzen. In dem Fall stünde wohl der Union das Recht zu, jemanden vorzuschlagen. Der Wirtschaftsberater der Kanzlerin, Jens Weidmann, ist dafür sicherlich ein Kandidat.
Er hat Angela Merkel geholfen, politisch unbeschadet die Finanzkrise durchzustehen. Bundesbank-Chef Axel Weber war es, der Merkel 2006 vorschlug, Weidmann als Wirtschaftsberater ins Kanzleramt zu holen. Seither leitet der nunmehr 41 Jahre alte Ökonom dort die Abteilung, die zuständig für Finanz- und Wirtschaftspolitik ist. Bankenrettung, Konjunkturpakete, Weltfinanzgipfel - Weidmann wirkt stets im Hintergrund mit.