Der am Nachmittag anstehende US-Arbeitsmarktbericht wird laut Volkswirten zeigen, wie nah eine Trendwende am US-Arbeitsmarkt ist. Auch für die Geldpolitik der US-Notenbank ist der Arbeitsmarktbericht von großer Bedeutung.
Einige Beobachter erwarten sogar einen Beschäftigungsaufbau im Dezember.
Diese Erwartung dürfte jedoch nach Einschätzung der Experten der HSH Nordbank enttäuscht werden.
In den USA gingen im Dezember 85.000 Stellen verloren. Damit wurden die Schätzungen der Volkswirte deutlich verfehlt. Die Experten rechneten für dieses Monat mit einem Ende der seit zwei Jahren anhaltenden Streichungswelle. Dies berichtete das Arbeitsministerium.
Zu November wurde jedoch ein ursprünglich prognostizierter Stellenverlust von 11.000 auf ein Stellenwachstum von 4.000 nach oben revidiert. Seit dem Beginn der Rezession im Dezember 2007 wurden 7,3 Millionen Arbeitsplätze vernichtet.
Die Arbeitslosenquote ist auf 10 Prozent gleich geblieben. Damit ist den Markterwartungen entsprochen worden.
"Der Arbeitsmarktbericht aus den USA hat zwar enttäuscht, aber es müssten schon größere Schocks kommen, dass der Markt den Dollar wieder verschmäht", sagte Commerzbank Devisen-Expertin You-Na Park mit Blick auf die Entwicklung.
Die Anleger warteten nun auf weitere Daten, etwa die Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum 2009. Zudem gehe der Markt unterm Strich weiter von einer konjunkturellen Erholung in den USA aus.
Da es aber derzeit weder zwingende Gründe zum Verkauf noch zum Kauf der US-Währung gebe, hätten viele Anleger derzeit eine abwartende Haltung eingenommen. Kurzfristig rechnet Park daher mit keinen großen Ausschlägen beim Euro-Dollar-Kurs.
Die Euro-Finanzminister werden am 18. Januar über die Nachfolge von Papademos beraten. Die EU-Regierungschefs wollen die Personalie Ende März klären. Neben dem Luxemburger bewerben sich der portugiesische Notenbankchef Vitor Constancio und der belgische Zentralbanker Peter Praet um den EZB-Vizeposten. Die Amtszeit von Papademos läuft Ende Mai aus.
Der EZB-Vizepräsident ist sehr einflussreich: Zu Papademos' Aufgabengebiet gehören unter anderem Finanzstabilität und Aufsichtsfragen. Als Lehre aus der Krise sollen in diesem Bereich international dieses Jahr weitreichende Reformen in die Wege geleitet werden. Die EZB-Führung soll dabei künftig mit dafür sorgen, dass Risiken für den Finanzsektor frühzeitig aufgespürt werden.
Nach einem ungeschriebenen Gesetz stellt bei der EZB ein kleineres Land den Vizepräsidenten, das bislang nicht im Direktorium vertreten ist. Die Besetzung des zweitwichtigsten Postens der Zentralbank wird voraussichtlich auch Folgen für die Nachfolge im Spitzenamt der EZB haben: EZB-Präsident Jean-Claude Trichet tritt 2011 ab. Als mögliche Nachfolger sind Bundesbankpräsident Axel Weber und der italienische Notenbankchef Mario Draghi im Gespräch. Medienberichten zufolge sollen die beiden Spitzenjobs der EZB zwischen Vertretern aus Nord- und Südeuropa aufgeteilt werden: Sollte also Mersch den Zuschlag für den Vizeposten bekommen, hätte Weber nach dieser Logik schlechtere Karten als Draghi.
Übergeordnet habe sich aber die Stimmung seit dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag wieder etwas zu Gunsten des Euro gedreht.
Weitere Anstiege des Dollar dürften von den Investoren nun als kurzfristig eingeschätzt werden, da sie in der Zwischenzeit nicht mehr davon ausgehen, dass die US-Notenbank schon bald die Leitzinswende einleiten wird. Damit werde dem Carry-Trade neues Leben eingehaucht.
Auch Bundesbankchef Axel Weber warnte die Banken in den vergangenen Wochen wiederholt davor, wie in früheren Phasen niedriger Leitzinsen zu hohe Risiken einzugehen.
Banken müssten in einer solchen Phase ihre Renditeerwartungen anpassen, sagte Weber etwa beim Europäischen Bankenkongress Ende des Jahres in Frankfurt.
Zinserhöhungen würde die Ertragskraft der Banken schmälern und womöglich zusätzliches Kapital erforderlich machen. "Die Mitteilung der Aufseher ist eine Erinnerung, dass die Quelle der Bankgewinne nicht für immer sprudeln wird", sagte Vince Reinhart, ehemaliger Fed-Mitarbeiter und Experte am American Enterprise Institute. "Größere Zinsschwankungen sind möglich.
Es geht dabei nicht nur um die Fed, sondern auch um die Reaktionen des Marktes auf das, was die Fed tun könnte", sagte Reinhart.
da ich den USD steigen sehe gegen € auch wenn es jetzt nicht so aussieht. Die Asiaten wollen es, die Araber wollen es, nur der Baguettfresser v d EZB will es wohl nicht, ( und sein Beamtenapparat einschl. dem EU Sozialisten Parlament ) da seine Trousers schon halb voll sind was in d nächsten 6 - 12 Monaten auf ihn zukommt. Selbst die europ. Export-Wirtschaft will es . Nur die Carry Trader wollen einen niedrigen USD, denn sie müssen Ihre Hochprozenter in z.b Bras. Real ( 6 % Verzinsung usw. ) sowie die anderen Positionen in USD wieder zurückzahlen. Das wird ein Fest werden...wenn diese Kredite fällig sind. Es kann aber noch ein bisschen dauern. Ein Carry Trade in der Weltleitwährung ist glatter Selbstmord, in yen und Pfund ging es vor vielen Jahren noch gut.
hier ein ausschnitt aus einem interview mit norbert walter:
FRAGE: An den Märkten ist die Exit-Strategie ein großes Thema. Was erwarten Sie von der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank?
ANTWORT: Die Fed wird ihre Nullzinspolitik im nächsten Frühsommer beenden, was international sicherlich das wichtigste Signal sein wird. Die Europäische Zentralbank würde wahrscheinlich zeitgleich handeln, wenn der Wechselkurs ungefähr da bliebe, wo er im Moment ist. Ich glaube aber, dass der Dollar schwächer wird, weil Chinesen, Russen und Araber ihn nicht mehr so richtig mögen. Deshalb dürfte der Euro 2010 stärker werden. Wenn das passiert, braucht man sich in der EZB über Preisstabilität keine Gedanken zu machen, die wird über den schwachen Dollar importiert.
FRAGE: Die EZB wird sich also mit Zinserhöhungen noch lange Zeit lassen können?
ANTWORT: Ja, ich rechne erst für den Jahreswechsel 2010/11 mit der ersten Anhebung.
Der Kurs des Euro ist am Mittwoch in einem technisch getriebenen Handel gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,4509 US-Dollar gehandelt.
Im frühen Handel hatte der Euro noch bei 1,4456 Dollar notiert.
Marktbewegend könnte die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag werden.
Ein radikales Umdenken im Risikomanagement fordern nun die Zentralbanker und allen voran EZB-Chef Jean-Claude Trichet.
Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, hat die Finanzdienstleister dazu aufgefordert, ihre Risikoabsicherung zu verbessern.
Zum Auftakt eines Toptreffens von Zentralbankern und Bankvertretern in Basel wies der Franzose darauf hin, dass eine verstärkte Risikovorsorge "essentiell" sei, um ähnliche Wirtschaftsdebakel in Zukunft zu verhindern.
Die globale Wirtschaft befände sich weiterhin im "Erholungsbetrieb" nach der schlimmsten Rezessionswelle der letzten Jahrzehnte, sagte Trichet.
Das Thema wird derzeit in mehreren großen Investmentbanken diskutiert. Viele Top-Leute haben wegen der Krise 2008 auf eine Prämie verzichten müssen, einen erneuten kräftigen Abschlag würden viele nicht hinnehmen, heißt es in der Branche. "Wir prüfen das Vorgehen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte ein Sprecher der Credit Suisse. Auch bei der Nummer eins im Investment-Banking, der US-Bank Goldman Sachs, steht der Punkt auf der Tagesordnung. Wie Goldman mit der Steuer umgeht, ist aber noch unklar. "Kein Kommentar", sagte eine Sprecherin.
Besonders die internationalen Banken mit einem hohen Mitarbeiteranteil in London suchen nach Lösungen, um ihre Mitarbeiter zu entlasten und nicht zu verlieren. Verglichen mit anderen globalen Investmentbanken hat die Deutsche Bank mehr Mitarbeiter in London, so dass die Problematik für sie mehr Gewicht hat.
Insgesamt verkauften die Firmen Waren im Wert von 138,2 Mrd. Dollar ins Ausland, so viel wie seit einem Jahr nicht mehr. Zugleich schnellten aber die Importe um 2,6 Prozent auf 174,6 Mrd. Dollar nach oben.
Das Handelsbilanzdefizit weitete sich um 9,7 Prozent auf 36,4 Mrd. Dollar aus.
Analytiker hatten mit einem geringeren Anstieg auf 34,8 Mrd. Dollar rechnet.